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Nach frühem WM-Aus: Zukunft von Türkei-Trainer entschieden

Der türkische Fußballverband hat eine Entscheidung über die Zukunft von Trainer Vincenzo Montella getroffen.
Vincenzo Montella spielte mit der Türkei eine enttäuschende WM
Vincenzo Montella spielte mit der Türkei eine enttäuschende WM | Alex Livesey - FIFA/GettyImages

Die Euphorie in der Türkei war groß. Zum ersten Mal seit 24 Jahren war man wieder bei einer WM-Endrunde dabei, bei der letzten Teilnahme wurde man sensationell Dritter. Und auch dieses Mal rechnete man sich einiges aus.

Schließlich gilt die aktuelle Nationalmannschaft als beste aller Zeiten, ist mit überragenden Einzelspielern wie Arda Güler oder Kenan Yildiz gespickt und hat mit Hakan Calhanoglu und Abdülkerim Bardakci wichtige Führungsspieler.

Doch statt ein türkisches Sommermärchen zu schreiben, wurde der WM-Trip zu einem Totalschaden. Nach Niederlagen gegen Australien und Paraguay ist die Türkei bereits ausgeschieden – mit null Toren trotz 62 Torschüssen.

Verbandspräsident mit deutlichem Statement

Für die Fans einer der Hauptgründe: Trainer Vincenzo Montella. Der Italiener ist mit den Anhängern nie so ganz warm geworden, nach der WM-Katastrophe forderten viele deshalb die Entlassung des 51-Jährigen.

"Wir stehen hinter dem Trainer und den Spielern."
İbrahim Hacıosmanoglu

Doch dazu wird es wohl nicht kommen. İbrahim Hacıosmanoglu, Präsident des türkischen Fußballverbandes, erklärte: "Wir stehen hinter dem Trainer und den Spielern. Das ist nicht irgendein Verein. Man kann nicht einfach 15 Spieler abgeben und 15 neue holen. Man kann nicht den Trainer entlassen und einen anderen holen. Man kann nicht den Präsidenten entlassen und einen neuen Präsidenten einsetzen. Deshalb stehen wir hinter unseren Spielern."

Neuer Anlauf bei der EM 2028

Montella darf also weitermachen. Dabei rettete ihn ironischerweise wohl auch die Qualifikation für die WM, wie der Verbandspräsident zwischen den Zeilen durchblicken ließ.

"Wer uns kennt, weiß, dass wir niemals die Spieler ersetzen, die wir auf unserem Weg kennengelernt haben. Wenn dieser Trainer mit diesen Spielern in zwei Jahren diese Erfolge erzielt hat, stehen wir hinter ihnen, und die türkische Nation steht ebenfalls hinter ihnen. Und dann werden uns dieselben Spieler wieder dieselben Erfolge bescheren", sagte Hacıosmanoglu.

Das nächste Ziel ist also die EM 2028. Dort will die Türkei eine bessere Rolle als bei der jetzigen WM spielen und vielmehr an die Leistung der Europameisterschaft vor zwei Jahren anschließen: Beim Turnier in Deutschland erreichte die Türkei damals das Viertelfinale.


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