Nachdem man in der letzten Saison relativ souverän den Klassenerhalt erreicht hatte, wollte der Hamburger SV 2026/27 den nächsten Schritt seiner Entwicklung gehen und sich weiter in der Bundesliga etablieren. Transfers wie die von Patson Daka, Terem Moffi, Zakaria El Ouahdi und nicht zuletzt der feste Kauf von Fabio Vieira sorgten für viel Euphorie rund um den Volkspark.
Von dieser Euphorie ist nach den ersten beiden Spieltagen jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Mit null Punkten und 0:7 Toren ziert der HSV das Tabellenende der Bundesliga; vor allem die jüngste 0:5-Heimpleite gegen Mainz war ein heftiger Schlag ins Kontor. "Ein Moment, der extrem weh tut", befand HSV-Trainer Merlin Polzin nach dem Abpfiff. "Ein maximal beschissener Nachmittag."
Anstatt womöglich nach oben schielen zu können, muss der HSV nun erstmal aufpassen, nicht schon früh in einen Abstiegsstrudel zu geraten. Die kommenden Partien gegen RB Leipzig (auswärts) und 1. FC Köln (heim) werden durchaus richtungsweisend sein.
HSV der größte Abstiegsfavorit
Der berühmte Supercomputer von Opta hat derzeit jedenfalls ein ganz düstere Prognose für die Rothosen parat: Nach den ersten beiden Spieltagen sieht die KI eine Wahrscheinlichkeit von 34,3%, dass der HSV am Saisonende absteigt. Die Wahrscheinlichkeit, in der ungeliebten Relegation antreten zu müssen, liegt bei 12,1%. Damit sind die Hamburger derzeit der größte Abstiegsfavorit!
Zum Vergleich: Vor dem Saisonstart lagen die Angaben "nur" bei 20,1% (direkter Abstieg) und 9,1% (Relegation). Der schwache Auftakt hat also schon seine Spuren hinterlassen.
Klub | Platz 17-18 | Platz 16 |
|---|---|---|
HSV | 34,3% | 12,1% |
Paderborn | 26,9% | 11,1% |
Schalke | 25,1% | 11,6% |
Gladbach | 24,4% | 10,2% |
Union | 18,5% | 9,7% |
HSV-Kapitän Nicolai Remberg wollte nach der Packung gegen Mainz aber nicht schwarzmalen und versprühte stattdessen großen Optimismus: "Egal, was jetzt auf uns einprasselt, da gehen wir durch. Ich kenne die Mannschaft, wir brechen nicht ein, das bricht uns nicht das Genick. Wir werden uns einspielen, eingrooven und dann sind wir da, da bin ich mir ganz sicher."
Diesen Worten müssen die Rothosen schnell Taten folgen lassen.
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