Nach Duarte-Abgang: Niemeyer spricht über Pläne in Werders Trainerteam
Von Simon Zimmermann

Gemeinsam mit Horst Steffen kam Raphael Duarte im vergangenen Sommer an den Osterdeich. Mit Steffen hatte der 29-jährige Luxemburger bereits erfolgreich bei der SV Elversberg zusammengearbeitet. In Bremen blieb der Erfolg des Trainer-Duos dagegen aus.
Doch trotz der Freistellung von Steffen blieb sein Assistent unter Nachfolger Daniel Thioune im Trainerteam. Zumindest zunächst. Denn mittlerweile ist auch Duarte bei Werder Geschichte. Beide Seiten haben sich auf eine Trennung verständigt. Duarte fühlte sich offenbar nicht eingebunden genug und sah keine klare Rolle mehr unter Thioune.
Sportchef Clemens Fritz hatte zuvor noch Überzeugungsarbeit bei Duarte geleistet und wollte den Co-Trainer unbedingt halten. Anfang der Woche erklärte Fritz dann die Trennung: "In der neuen Konstellation mit Daniel Thioune als Cheftrainer haben sich die Aufgaben und Verantwortlichkeiten für die Co-Trainer verändert. Vor diesem Hintergrund sind wir mit Raphael ins Gespräch gekommen, da sich seine Rolle am deutlichsten im Vergleich zur Zeit unter Horst Steffen gewandelt hat.“
Der neue Werder-Coach hatte mit Jan Hoepner einen vertrauten Co-Trainer aus Düsseldorfer Zeiten mitgebracht. Mit Ex-Profi Christian Groß steht ein weiterer Assistent zur Verfügung. Wie Duarte war auch Groß bereits Co-Trainer unter Steffen.
Niemeyer bekräftigt Plan im Trainerteam
Demnach ist aus dem vorläufigen Trainer-Quartett wieder ein -Trio geworden. Und dabei soll es auch bleiben, wie Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer der Deichstube erklärte:
"Nein, da ist nichts geplant", entgegnete Niemeyer auf Nachfrage, ob man einen Ersatz für Duarte suche.
Niemeyer betonte dabei auch noch einmal die große Wertschätzung für Duarte: "Rapha hat stets Verantwortung übernommen, sich immer in den Dienst der Sache gestellt. Das wissen wir sehr zu schätzen. Wir sind ihm für sein großes Engagement sehr dankbar, ab jetzt schauen wir in der neuen Konstellation nach vorne."
Der Blick nach vorne verspricht Abstiegskampf pur. Werder ist nach zwölf sieglosen Spielen auf dem Relegationsplatz abgerutscht. Die kommenden Wochen dürften über Wohl und Wehe der Grünweißen entscheiden. Werder reist zunächst zum Tabellen-17. St. Pauli und empfängt eine Woche später Schlusslicht Heidenheim.
In diesen beiden Duellen muss das neue Trainer-Trio unbedingt punkten - am besten doppelt dreifach.
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