Die Zukunftsplanungen des DFB hinsichtlich des Trainerpostens laufen auf Hochtouren. Jürgen Klopp ist aktuell in der Pole-Position auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann. Doch nicht nur der Trainer ist verantwortlich für das deutsche WM-Debakel. Auch viele Spieler haben nicht an die Erwartungen anknüpfen können und ihren Teil zum Scheitern in Nordamerika beigetragen. Sky-Experte Didi Hamann spricht sich für einen Umbruch aus und macht dabei auch vor den prominentesten Namen nicht halt.
Kimmich sei zu oft gescheitert
Im TOMorrow Business-Podcast rät Hamann ausgerechnet Mannschaftskapitän Joshua Kimmich zu einem Rücktritt. "Ich bin der Meinung, dass Kimmich in der Nationalmannschaft keine Rolle mehr spielen sollte. Ich muss doch mal andere Spieler ranlassen", so der 52-Jährige.
Kimmich stehe für das Scheitern in der Nationalmannschaft. "Von so einem Spieler erwarte ich, dass er Verantwortung übernimmt und sagt, ich habe alles probiert – und das kann man ihm nicht vorwerfen –, ich habe es nicht geschafft, ich bin jetzt mal weg", führt Hamann weiter aus.
In der Tat ist Kimmichs Bilanz bei großen Turnieren mit der Nationalmannschaft verheerend. Das Sechzehntelfinale gegen Paraguay war für Kimmich das erste K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft überhaupt. Bei den vorherigen Turnieren 2018 und 2022 scheiterte er mit Deutschland jeweils in der Gruppenphase. Der Bayern-Star steht also nicht unbedingt für eine gloreiche Zeit beim DFB.
Dennoch macht man es sich zu leicht, davon auszugehen, dass ohne Kimmich alles besser laufen würde. Zumal er zuletzt als Rechtsverteidiger nicht auf seiner angestammten Position eingesetzt wurde.
Kapitän denkt nicht an Rücktritt
Kimmich selbst hatte einen Rücktritt ohnehin ausgeschlossen. Im Interview bei MagentaTV nach dem Spiel gegen Paraguay gab sich der Kapitän kämpferisch: "Ich werde immer die Power haben für einen erneuten Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben."
Weitere Kandidaten für einen Rücktritt seien laut Hamann Leroy Sané und Leon Goretzka. Antonio Rüdiger könne er sich unter Umständen weiter in der DFB-Elf vorstellen. In den nächsten Wochen wird sich herauskristallisieren, welche Gesichter eine neue Ära der Nationalmannschaft prägen werden. Entscheidend dafür werden dann auch Gesprächen mit dem neuen Bundestrainer sein.
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