In der anhaltenden Abwesenheit von Tim Kleindienst ist es Rocco Reitz, der die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach als Kapitän auf das Feld führt. Das war soweit auch kein Problem, eher im Gegenteil. Der Mittelfeldspieler galt als Fanliebling und Identifikationsfigur – bis sein Wechsel zu RB Leipzig bekanntgegeben wurde.
Beim Auswärtsspiel in Leipzig gab es dann auch deutliche Proteste der Gladbach-Fans. "Keine Akzeptanz für Reitz" war etwa in Anlehnung an den gleichen Spruch im Bezug auf RB zu lesen, oder auch: "Wer das hier will, darf niemals unser Kapitän sein!"
Kapitäns-Frage wird "nicht abhängig" von Fan-Plakaten beantwortet
Vor dem sehr wichtigen Heimspiel gegen Mainz 05 (Sonntag, 19:30 Uhr) wird Eugen Polanski aber ausdrücklich keine Änderungen an der Team-Hierarchie vornehmen. Auf eine entsprechende Nachfrage der Bild, ob in diesem Spiel vielleicht eher Nico Elvedi anstelle von Reitz als Captain aufspielen werde, antwortete der Cheftrainer der Borussia: "Nein, weil ich davon nichts halte. Es war eine freie Meinungsäußerung der Anhänger, das habe ich bereits nach dem Spiel gesagt. Am Ende müssen wir das akzeptieren, Rocco muss das akzeptieren."
So, wie Reitz die Kritik verstehen müsse, müssten dann aber auch die Fans verstehen, dass eine solche Entscheidung "nicht abhängig" von derartigen Plakaten treffen werde. "Rocco ist vor der Saison gewählt worden, von der Mannschaft. Und er ist ein guter Kapitän, er geht vorneweg, nicht nur auf dem Rasen", so Polanski weiter. Dazu betonte er: "Und das wird Rocco auch jetzt in den letzten fünf Spielen machen."
Damit ist klar: Reitz wird die Binde und das Amt behalten – und soll die Fohlenelf so zum Klassenerhalt pushen. Ein Heimsieg gegen Mainz wäre ein womöglich vorentscheidender Schritt, mit zurzeit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz vor diesem 30. Spieltag. Erneute Fan-Kritik dürfte es aber auch bei dieser Partie geben. Damit müssen Gladbach und Reitz wohl über die letzten Spieltage dieser Saison leben.
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