Skip to main content

Nach CL-Enttäuschung: Bayern-Star geht mit Schiedsrichter hart ins Gericht

Konrad Laimer ist nach dem 3:3 gegen Viking Stavanger nicht gut auf den Schiedsrichter zu sprechen.
VonFabian Küpper
Konrad Laimer und die Bayern ließen in Norwegen Punkte liegen
Konrad Laimer und die Bayern ließen in Norwegen Punkte liegen | S. Stingl/GettyImages

Im Kampf um eine Top-Acht-Platzierung in der Champions League ließ der FC Bayern München gegen Viking Stavanger wichtige Punkte liegen. Die Münchner kamen gegen die Norweger nur zu einem 3:3, nachdem sie zunächst 0:2 in Rückstand gelegen hatten.

Zwar drehte der deutsche Rekordmeister das Spiel in der zweiten Hälfte, doch nach der Gelb-Roten Karte gegen Michael Olise hatte Stavanger wieder Oberwasser und nutzte das für den umjubelten Ausgleichstreffer in der 90. Minute.

Laimers denkwürdige Schiri-Tirade

Im Anschluss herrschte bei den Bayern ordentlich Frust, Konrad Laimer rechnete in der Mixed Zone vor allem mit Schiedsrichter Georgi Kabakov ab. Dabei ging es dem Österreicher nicht einmal um den Platzverweis gegen Olise, sondern um ein vermeintliches Foul gegen ihn.

"Schiri wollte ja sowieso eh pfeifen, was er wollte. Aber das ist eine andere Geschichte. Dann liege ich halt am Boden mit einer Kopfverletzung. Ich dachte auch immer, der Schiri müsste unterbrechen bei Kopfverletzungen – das war auch egal in dem Moment."
Konrad Laimer (Prime Video)

In der 81. Minute wurde Laimer von Zlatko Tripic mit der Hand am Kopf getroffen, der Österreicher blieb daraufhin am Boden liegen. Doch Kabakov ließ weiterlaufen und Laimer musste sogar das Feld verlassen und eine Minute am Spielfeldrand verweilen, obwohl er nicht behandelt wurde. Die Bayern waren so kurzfristig in doppelter Unterzahl.

Laimer redete sich bei Prime Video anschließend in Rage: "Ich dachte, er trifft mich mit der Hand am Kopf. Und ich denke mir halt: Ist klar eine Karte. Schiri wollte ja sowieso eh pfeifen, was er wollte. Aber das ist eine andere Geschichte. Dann liege ich halt am Boden mit einer Kopfverletzung. Ich dachte auch immer, der Schiri müsste unterbrechen bei Kopfverletzungen – das war auch egal in dem Moment."

Doch damit war der 27-Jährige noch nicht fertig: "Dann fragt er mich, ob ich medizinische Unterstützung brauche. Ich sage Nein und dann schickt er mich einfach raus. Ich dachte, die Regeln sind: Ich muss nur raus, wenn medizinische Unterstützung auf den Platz kommt. Aber vielleicht bin ich auch falsch bei den Regeln."

Der Frust regiert

Tatsächlich liegt der Österreicher mit dieser Regeleinschätzung falsch. Ein Schiedsrichter kann einen Spieler auch nach eigenem Ermessen kurzzeitig an den Spielfeldrand schicken. In diesem Fall war die Aktion des Unparteiischen aber durchaus diskussionswürdig.

Laimers denkwürdige Tirade endete dann noch mit einer weiteren deutlichen Kritik am Schiedsrichter: "War jetzt auch nicht der beste Freund vom Schiri, und ich will jetzt auch gar nicht mehr über den reden."

Man merkt: Es herrscht Frust in München nach dem zweiten Unentschieden in Folge. Klar ist aber auch, dass der Schiedsrichter alleine nicht für den erneuten Punktverlust der Münchner verantwortlich war.


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu