Real Madrid steht eine Saison ohne Titel bevor! Nachdem man sich in der Copa del Rey gegen Zweitligist Albacete blamiert hatte, war der Rückstand in La Liga auf den FC Barcelona in den letzten Wochen auf neun Punkte angewachsen. Und nun ist nach dem dramatischen Champions-League-Aus gegen den FC Bayern auch die Chance auf den Henkelpott dahin.
Sportlich haben sich die Königlichen im Rückspiel wenig vorzuwerfen, denn es hat nicht viel gefehlt, um die Hinspiel-Niederlage auszumerzen. Das Verhalten, das Real rund um den Platzverweis gegen Eduardo Camavinga und das folgende Ausscheiden an den Tag legte, wirft jedoch kein gutes Licht auf den glorreichen Klub. Entsprechend findet Didi Hamann deutliche Worte.
Verhalten der Spieler wird Real Madrid nicht gerecht
"Real hat sich nach dem Ausscheiden über die Schiedsrichterleistung beklagt. Wir kennen das von ihnen: Wenn sie wichtige Spiele verlieren, ist immer der Schiedsrichter schuld. Dieses Verhalten wird einem Verein dieser Größe nicht gerecht", motzte der TV-Experte in seiner Sky-Kolumne.
"Güler hat ein super Spiel gemacht und zwei Tore erzielt, aber nach dem Schlusspfiff Rot gesehen. Spieler wie Bellingham oder Vini Junior sind in der Vergangenheit immer wieder mit ihrem Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern aufgefallen. Es haben sich Dinge festgesetzt, die jetzt junge Spieler annehmen", führte Hamann aus, "und das ist für einen Verein verheerend, denn du brauchst eine Kultur, in der Disziplin und Respekt im Vordergrund stehen. Das ist bei Real in den vergangenen Jahren verloren gegangen."
Die Entscheidung, Camavinga die Gelb-Rote Karte zu zeigen, war für den Experten "hart, aber vertretbar". Hamann wollte darüber hinaus betonen, dass die Königlichen selbst von Schiedsrichter Slavko Vincic profitiert hatten: "Man muss sehen, dass es vor dem Freistoß zum 2:1 für Real kein Foul war und vor dem dritten Madrider Tor Stanisic gefoult wurde. Wenn sich jemand also nicht über den Schiedsrichter beschweren durfte, war es Real Madrid."
Das sah man in Spanien selbstredend anders. Dort war in den Medien von einer "Ungerechtigkeit" die Rede (90min berichtete).
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