Die 0:1-Heimniederlage gegen den FC Getafe war für Real Madrid schon peinlich genug, allerdings war dieses Spiel unabhängig vom Ergebnis noch lange in den Schlagzeilen. Konkret ging es um eine Szene, in der Antonio Rüdiger der Hauptdarsteller war. Der deutsche Nationalspieler traf seinen Gegenspieler Diego Rico mit dem Knie im Gesicht, sah dafür fatalerweise aber nur die Gelbe Karte, wodurch das brutale Foulspiel noch höhere Wellen schlug.
Die Vorwürfe von Fans, Medien und dem Gefoulten gingen sogar so weit, dass Rüdiger bei seinem Einsteigen eine Absicht unterstellt wurde. Zwei Wochen nach der denkwürdigen Aktion wies der Innenverteidiger die Vorwürfe allerdings zurück.
"Wenn man die Bilder in Zeitlupe sieht, wirkt es schlimm. Aber wenn man die Aktion im Spiel sieht, ist es etwas anderes. Ich möchte nicht mit ihm streiten, aber ich wollte ihm nie wehtun", sagte Rüdiger auf einer Pressekonferenz am Montag.
"Wenn ich ihn mit Absicht gefoult hätte, hätte ich ihn verletzt. Ich habe nach dem Spiel mit ihm gesprochen. Man darf nicht nur ein Standbild betrachten. Ich mag es, hart zu spielen. Aber ich habe Grenzen, die ich nicht überschreite. Deswegen denke ich, dass die Kommentare etwas drüber waren", erklärte der 33-Jährige vor dem Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals bei Manchester City (Dienstag, 21 Uhr).
Neuer Real-Vertrag und WM-Ticket: Rüdiger muss doppelt bangen
Klar ist, dass solche Aktionen von Rüdiger auch Auswirkungen auf seine Zukunft haben könnten. Denn schon im Sommer läuft der Vertrag des langjährigen Madrilenen bei Real aus, eine Verlängerung ist Stand jetzt nicht in Sicht.
Große Sorgen macht sich Rüdiger darum aber wohl (noch) nicht: "Für mich ist das Wichtigste, körperlich fit zu sein. Ich fühle mich gut. Beim Rest bin ich sicher, dass wir eine Lösung finden werden. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen. Ich liebe Real Madrid. Und ich liebe es, hier zu sein", betonte er.
Für Rüdiger, der weite Teile dieser Saison verletzt verpasste, geht es nicht nur um einen neuen Vertrag in der spanischen Hauptstadt. Der Abwehrspieler benötigt auch gute Leistungen, um bei der WM im kommenden Sommer dabei zu sein. Aktuell scheint es, als müsste der 81-fache Nationalspieler um einen Kaderplatz im DFB-Team bangen. Andere Stars wie Jonathan Tah oder Nico Schlotterbeck konnten ihm zuletzt den Rang ablaufen.
