Nach Augsburg-Pleite: Kimmich & Eberl angefressen – Kompany beruhigt
Von Fabian Küpper

Nahezu jeder fragte sich, wer diese Bayern in dieser Saison eigentlich aufhalten will. Die Antwort bekamen Beobachter am Samstagnachmittag: der FC Augsburg. Die Fuggerstädter schafften tatsächlich die Sensation und schlugen den Rekordmeister mit 2:1.
Arthur Chaves und Noah Massengo brachten die Augsburger auf die Siegerstraße, von der sie bis zum Spielende nicht mehr abbogen. Was wohl am meisten wunderte: Der Sieg des Tabellen-13. war verdient. Gerade in der zweiten Halbzeit zeigte Augsburg ein richtig gutes Auswärtsspiel.
Augsburg feiert – Bayern bedient
"Heute müssen wir das absolut akzeptieren. Die Art und Weise stört am meisten. Es hat ein bisschen der Hunger gefehlt."
- Joshua Kimmich (Sky)
Während der Jubel auf Augsburger Seite also folgerichtig keine Grenzen kannte, sah es bei den Bayern anders aus. Aus ist der Traum für den Rekordmeister nach Bayer Leverkusen die zweite Mannschaft zu werden, die eine gesamte Saison ungeschlagen bleibt.
Vor allem Kapitän Joshua Kimmich war angefressen, richtete den Blick aber auch gleich wieder nach vorne: "Heute müssen wir das absolut akzeptieren. Die Art und Weise stört am meisten. Es hat ein bisschen der Hunger gefehlt. Ich freue mich jetzt auf unsere Reaktion."
Vincent Kompany und Max Eberl wollten die Niederlage hingegen nicht zu hoch hängen. "Wir müssen akzeptieren, dass es heute nicht unserer Tag ist. Wir haben verloren und müssen das auch richtig annehmen", sagte Kompany schlicht.
"Wir haben immer gesagt, die Bundesliga ist ein extrem hartes Pflaster. Wir haben es nicht geschafft, heute unsere einhundert Prozent auf den Platz zu bringen."
- Max Eberl (Sky)
Sportvorstand Max Eberl haderte wie Kimmich mit der Leistung: "Es war klar, dass dieser Moment einmal kommen würde. Wir haben immer gesagt, die Bundesliga ist ein extrem hartes Pflaster. Wir haben es nicht geschafft, heute unsere einhundert Prozent auf den Platz zu bringen."
Wie geht es jetzt weiter?
Diese wird am Mittwoch die PSV Eindhoven abbekommen. Die Niederländer sind der letzte Gegner des Rekordmeisters in der Ligaphase der Champions League. Mit dem Hamburger SV will man allerdings vermutlich auch nicht tauschen: Die Rothosen empfangen die Münchner am kommenden Samstag.
Und Augsburg? Dort ist die Lage zwar immer noch bedrohlich, doch die drei Punkte gegen die Bayern könnten eine Initialzündung sein. Den Plan von Trainer Manuel Baum, "ekelhaft in Zweikämpfen" zu sein und Bayerns "Rhythmus zu brechen", ging in jedem Fall voll auf.
Für die Fuggerstädter kommt dieser Sieg gegen den Rekordmeister genau richtig. In den nächsten drei Wochen geht es gegen St. Pauli, Mainz 05 und Heidenheim – also drei waschechte Sechs-Punkte-Spiele im Abstiegskampf.
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