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Nach Abstiegs-Gau: Erste Fortuna-Entscheidung gefallen

Nach dem historischen und völlig unerwarteten Absturz in die 3. Liga will der Vorstandsvorsitzende Alexander Jobst den Düsseldorfer "Karren aus dem Dreck ziehen".
Tränen und Fassungslosigkeit: Fortuna Düsseldorf steht nach dem bitteren Absturz in die 3. Liga vor vielen Fragezeichen
Tränen und Fassungslosigkeit: Fortuna Düsseldorf steht nach dem bitteren Absturz in die 3. Liga vor vielen Fragezeichen | picture alliance/GettyImages

Der Schock bei Fortuna Düsseldorf sitzt tief, doch inmitten der bitteren Tränen nach dem endgültigen Knockout gibt es eine erste wichtige personelle Richtungsentscheidung: Vorstandschef Alexander Jobst wird dem Verein erhalten bleiben. Trotz des Abstiegs in Liga drei durch eine desaströse 0:3-Niederlage bei Greuther Fürth wird der 52-Jährige den Klub nicht verlassen.

Wie die Bild berichtet, hatte sich Jobst bereits im Vorfeld des Finales mit dem Aufsichtsrat darauf verständigt, sein eigentlich nur für die 2. Bundesliga gültiges Arbeitspapier auch im Worst-Case-Szenario für die 3. Liga zu verlängern.

Jobst fassungslos über den Charakter der Mannschaft

Will den Karren aus dem Dreck ziehen: Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst bleibt bei Fortuna Düsseldorf
Will den Karren aus dem Dreck ziehen: Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst bleibt bei Fortuna Düsseldorf | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Dem Clubchef stand die Fassungslosigkeit nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben, im Bauch des Stadions kämpfte er sichtlich mit den Tränen. Angesichts einer komfortablen Ausgangslage von drei Punkten und fünf Toren Vorsprung vor dem Spieltag hatte kaum noch jemand mit der Katastrophe gerechnet. Dementsprechend deutlich fiel Jobsts Kritik an den Profis aus. Ihn mache die erste Halbzeit schlicht fassungslos, und es müssten sich nun alle hinterfragen, wie viel Herz sie auf dem Platz gelassen haben. Ein Absturz, der nach einer ohnehin enttäuschenden Saison letztendlich sogar absolut verdient sei.

"Ich versuche mit allen Kräften, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, ich mache weiter."
Alexander Jobst

Das Versprechen des Vorstandsvorsitzenden für den Neuanfang steht dennoch: "Ich versuche mit allen Kräften, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, ich mache weiter." Diese Kontinuität an der Spitze ist bitter nötig, denn auf die Düsseldorfer wartet eine wirtschaftliche Herkulesaufgabe. Die finanzielle Fallhöhe zwischen der zweiten und dritten Liga ist gigantisch. Um den Verein zu konsolidieren, muss Fortuna nun in einen drastischen Mega-Sparmodus schalten. Die traurige Konsequenz der enormen Tragweite: Der Boss wird in den kommenden Tagen wohl rund 60 Prozent der Vereinsmitarbeiter mitteilen müssen, dass sie ihre Jobs verlieren.

Bleiben auch Mislintat und Ende bei der Fortuna?

Während Jobst bleibt und vermutlich auch Sportvorstand Sven Mislintat sowie Trainer Alexander Ende trotz des immensen Drucks den Gang in die Drittklassigkeit antreten wollen, ist die Zukunft an anderer Stelle in der Chefetage offen. Der Vertrag von Finanzvorstand Arnd Hovemann besitzt ebenfalls keine Gültigkeit für die 3. Liga – ob er wie Jobst eine neue Vereinbarung eingeht, muss sich in der anstehenden, knallharten Aufarbeitung erst noch zeigen.


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