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Nach 1:4-Pleite gegen Stuttgart: Köln-Boss schlägt Abwehr-Alarm

Der 1. FC Köln offenbarte gegen die Schwaben dieselben Probleme wie in der Vorsaison.
Muss die Abwehr schleunigst in den Griff bekommen: René Wagner
Muss die Abwehr schleunigst in den Griff bekommen: René Wagner | picture alliance/GettyImages

Eigentlich herrschte beim 1. FC Köln nach dem spektakulären 3:2-Sieg zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim eine kleine Euphorie – doch die wurde am Freitagabend gegen den VfB Stuttgart in Windeseile zerstört.

Mit 4:1 schickten die Schwaben die Domstädter zurück nach Köln und dominierten die Partie dabei zu einem Großteil der Spielzeit – von den ersten 15 Minuten nach der Pause einmal abzusehen. Grund genug, dass in Köln wieder die Alarmglocken angehen.

Abwehr als Großbaustelle

"Unterm Strich haben wir das Spiel völlig verdient verloren", meinte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler nach dem Spiel und ergänzte: "Der VfB war nicht unsere Kragenweite." Dabei bereitete vor allem die Abwehr erneut Sorgen.

"Das 0:1 haben wir mit relativ wenig Gegenwehr gekriegt – das darfst du dir auf dem Niveau einfach nicht erlauben."
Thomas Kessler

Insbesondere Neuzugang Luka Lochoshvili erwischte einen rabenschwarzen Abend. Der Georgier stand häufig falsch, hatte viele einfache Ballverluste und wurde von Bilal El Khannouss vor dessem 1:0 auch noch getunnelt. "Das 0:1 haben wir mit relativ wenig Gegenwehr gekriegt – das darfst du dir auf dem Niveau einfach nicht erlauben", legte Kessler den Finger in die Wunde.

Trainer René Wagner fasste es nach dem Spiel treffend zusammen: "Das 1:0 hätten wir auf jeden Fall besser verteidigen müssen, auch das 2:0 kann man strukturell besser lösen. Beim dritten Tor kann man auch cleverer sein."

Stuttgart auf einem anderen Niveau

Köln hatte bereits in der letzten Saison die viertmeisten Gegentore der Liga, steht nach zwei Spielen jetzt auch schon wieder bei sechs Gegentreffern. In Stuttgart erreichte nur Jahmai Simpson-Pusey annähernd Normalform, Alessio Castro-Montes war als Rechtsverteidiger genauso auf verlorenem Posten wie Gideon Mensah auf der linken Seite.

Kessler nahm das Team dennoch in Schutz. "Wir sollten klar ansprechen, dass wir deutlich die schlechtere Mannschaft waren. Der VfB ist auch in einem deutlich anderen Regal unterwegs, das ist eine Champions-League-Mannschaft, da kann man auch mit drei Toren Unterschied ein Fußballspiel verlieren. Aber es gibt keinen Anlass dafür, irgendetwas dermaßen infrage zu stellen."

Dennoch bereiten die frühen Abwehrsorgen Sorgen in der Domstadt. Im kommenden Heimspiel gegen Werder Bremen sollte sich die Kölner Defensive schleunigst sattelfester präsentieren.


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