Als letzter Bundesligist startete am Montag auch der FC Bayern in die Vorbereitung für die neue Saison. An der Säbener Straße kreuzten allerdings nicht nur die Profis auf, die beim Rekordmeister eine aussichtsreiche Perspektive haben. Auch Joao Palhinha, eigentlich ein klarer Verkaufskandidat, kehrte nach München zurück.
Dabei lief das Leihgeschäft mit Tottenham Hotspur eigentlich genau nach Plan. Palhinha konnte sich im Laufe der vergangenen Saison zu einer wichtigen Stütze der Londoner etablieren und dabei mithelfen, zum Ende der Chaossaison den Klassenerhalt in der Premier League zu sichern. Noch dazu wurde er schnell zum Liebling des neuen Trainers Roberto De Zerbi, der wohl auch in der neuen Spielzeit weiter gerne auf den 31-Jährigen gesetzt hätte.
Bayern-Bosse blieben sturr
Die Spurs entschieden sich allerdings nach Ablauf der Leihe trotz einer Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro dagegen, den Portugiesen fest unter Vertrag zu nehmen. Dass der Sechser nun wieder zu den Bayern zurückgekehrt ist, liegt aber wohl auch an den Münchner Verantwortlichen.
Wie die Bild berichtet, hätte Tottenham Palhinha zwar gerne verpflichtet, allerdings zu einer geringeren Summe. Die Bayern-Bosse sollen nicht dazu bereit gewesen sein, den Spurs entgegenzukommen. Daher verstärkte sich der Klub aus der englischen Hauptstadt lieber mit Sandro Tonali von Newcastle und Mateus Fernandes von West Ham, die zusammengenommen rund 200 Millionen Euro kosteten.
Tottenham hat im Mittelfeldzentrum also keinen Bedarf mehr. Das bedeutet, dass die Bayern nun hoffen müssen, dass sich für den unbenötigten Palhinha noch ein anderer Abnehmer findet. Hoffnung bereitet das Interesse von Aston Villa, das deutlich zahlungskräftiger ist als die beiden portugiesischen Klubs Benfica und Sporting Lissabon. Doch dass sich ein Interessent findet, der die geforderten 30 Millionen Euro zahlt, bleibt eher unwahrscheinlich.
So könnte es am Ende auf eine weitere Leihe von Palhinha hinauslaufen. Der gültige Vertrag des Spielers an der Isar bis 2028 ermöglicht dieses Szenario, ist für die Bayern aber alles andere als ideal. Im kommenden Sommer wird sich schließlich kaum noch viel Geld mit dem defensiven Mittelfeldspieler verdienen lassen, der im Sommer 2023 für stolze 51 Millionen Euro vom FC Fulham kam.
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