Muslic, Aufstieg, Baumann: Schalke-Boss spricht Klartext

Schalkes Aufsichtsratschef Axel Hefer lässt mit klaren Statements aufhorchen.
Aufsichtsratschef Axel Hefer
Aufsichtsratschef Axel Hefer / picture alliance/GettyImages
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Platz 14 in der 2. Bundesliga, die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte: Schalke 04 lag in der letzten Saison am Boden. Es war der vorläufige Tiefpunkt des einst so stolzen Ruhrpott-Klubs. Doch in dieser Spielzeit ist alles anders. Die Königsblauen grüßen als souveräner Herbstmeister von der Tabellenspitze.

Einen großen Anteil daran hat Miron Muslic. Der 37-Jährige kam im Sommer vom englischen Drittligisten Plymouth Argyle und steht seit seiner Ankunft vor allem für eins: eine nahezu undurchdringliche Defensive. Als die Verpflichtung jedoch verkündet wurde, gab es bei vielen Schalker Fans großes Murren – nicht aber bei Aufsichtsratschef Axel Hefer.

Hefer schwärmt von Muslic

"Ich glaube, dass der Verein und Miron sehr gut zueinander passen und dass Miron das auch zu schätzen weiß."

Axel Hefer (kicker)

Nach all dem, was Sportvorstand Frank Baumann über Muslic berichtet habe, habe er sich sofort "gut vorstellen" können, "dass er zu uns passen würde", sagte Hefer gegenüber dem kicker und lobte: "Wenn man jetzt unsere Spiele verfolgt, erkennt man eindeutig eine eingeschworene Einheit."

An einen schnellen Abschied des Übungsleiters glaubt er dabei nicht. "Ich glaube, dass der Verein und Miron sehr gut zueinander passen und dass Miron das auch zu schätzen weiß“, sagte 48-Jährige und ergänzte: "Gerade dann, wenn man noch relativ am Anfang seiner Karriere steht, braucht man ein Umfeld, das zu einem selbst passt."

Das gilt in gewisser Weise auch für die Schalker selbst, wie Hefer erklärt: "Es braucht eine gewisse Kontinuität, um erfolgreich zu sein. Und das ist ja genau der Fluch, der uns Schalker verfolgt: Wir haben gefühlt seit Ewigkeiten Schwierigkeiten, Kontinuität auf den wichtigsten Positionen zu gewährleisten."

Große Ziele

Diese will man nun mit Muslic und Sportvorstand Frank Baumann schaffen. Sie sollen das neue starke Duo der Königsblauen werden und Schalke Stück für Stück wieder nach oben führen. Der Start der gemeinsamen Zeit war schonmal vielversprechend. Auch Baumann nötigt Hefer dabei Respekt ab, wie er sagt: "Dass jemand in so einer Situation, in der es im Verein lichterloh brennt, zu uns kommt, erfordert sehr viel Mut."

Mittlerweile sind die Brände aber gelöscht, bei den Knappen passt dieser Tage vieles, wenn nicht sogar alles. Understatement gibt es angesichts der starken Hinrunde nicht mehr – der Aufstieg ist das Ziel.

"Nach der fast schon als Komplettzusammenbruch zu bezeichnenden Entwicklung, die wir Anfang des Jahrzehnts erleiden mussten, sind wir dabei, den Verein wieder in die Bundesliga zu führen, dort wollen wir ihn etablieren –sportlich, aber auch wirtschaftlich und emotional", sagte Hefer, mahnte aber auch: "Wir haben in den vergangenen Monaten sichtbare Fortschritte gemacht, aber wir sind noch lange nicht am Ziel."


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