Es war die Aufregerszene beim Freitagabendspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern: der Platzverweis von Rocco Reitz. Der 23-Jährige riss Nicolas Jackson im Strafraum zu Boden und verhinderte so eine klare Torchance, weshalb ihm Schiedsrichter Robert Schröder die Rote Karte zeigte.
Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass wieder die sogenannte Doppelbestrafung zum Einsatz kam. Nach dem Spiel gab es deshalb hitzige Diskussionen bezüglich des Platzverweises, vor allem, weil Reitz Gladbach damit im Abstiegskampf fehlt – jetzt ist auch klar wie lang.
Milde Strafe
Wie das DFB-Sportgericht erklärt, wird Reitz nur für ein Spiel gesperrt. Die Fohlen müssen auf ihren Kapitän also nur im Spiel am Wochenende gegen den FC St. Pauli verzichten. Damit erhielt Reitz die erwartungsmäßige milde Strafe.
Seinen Anteil daran hat auch Jamal Musiala. Der Bayern-Star verwandelte nämlich den fälligen Strafstoß nach Reitz' Foul und sorgte so dafür, dass die Sperre auf das Mindestmaß reduziert wurde.
Nichtsdestotrotz ist der Verlust von Reitz gegen St. Pauli natürlich eine enorme Schwächung. Schließlich geht es gegen die Kiezkicker um alles, mit einem Sieg könnten die Hamburger die Gladbacher sogar überholen – der Druck ist also da.
Einsatzbereit für das Derby
Immerhin: Im Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln am Wochenende in einer Woche kann Reitz wieder mitwirken. Es ist nach dem Duell gegen St. Pauli das zweite Sechs-Punkte-Spiel für die Fohlen in Folge.
Denn auch für die Kölner, die nur einen Punkt weniger als Gladbach aufweisen, geht es nur um den Klassenerhalt. Die sportliche Brisanz verleiht dem Derby noch mehr Dramaturgie und Spannung, als ohnehin schon da ist. Wie gut, dass Gladbach im Hexenkessel namens RheinEnergie-Stadion dann wieder auf seinen Kapitän zurückgreifen kann.
