Am Mittwochabend feierte Leon Goretzka ein Bayern-Jubiläum. Seit seinem ablösefreien Wechsel von Schalke nach München im Sommer 2018 hat der 31-Jährige jetzt 300 Pflichtspiele für den deutschen Rekordmeister absolviert. Beim lockeren 4:1-Durchmarsch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta stand der Mittelfeld-Routinier die volle Spielzeit auf dem Platz.
Einen Tag später durfte sich Goretzka wie erwartet über seine DFB-Nominierung freuen. Der Bundestrainer hatte kürzlich in einem kicker-Interview Goretzkas große Chancen auf einen WM-Stammplatz betont.
Nach der Weltmeisterschaft wird für Goretzka aber definitiv ein neuer Karriere-Abschnitt beginnen. Sein Vertrag beim FCB läuft aus und wird nicht verlängert. Goretzka wird ablösefrei wechseln – mit an Sicherheit grenzeder Wahrscheinlichkeit ins Ausland. Die Möglichkeiten sind dabei zahlreich. Klubs aus England, Spanien, Italien, der MLS und Saudi Pro League sollen um den 31-Jährigen buhlen.
Milan lockt mit Dreijahresvertrag und Topgehalt
In der italienischen Serie A werden vor allem Rekordmeister Juventus und die AC Mailand konkret mit einer Goretzka-Verpflichtung in Verbindung gebracht. Die Gazzetta dello Sport hat nun berichtet, wie Milan die nationale und internationale Konkurrenz im Werben um den Routinier ausstechen möchte.
Demnach locke die Rossoneri mit einem Dreijahresvertrag bis 2029 und einem jährlichen Gehalt von fünf Millionen Euro plus Boni – was dem Gehalt der anderen Topverdiener im Milan-Kader entsprechen würde. Das ist zwar weniger als aktuell in München. Man darf aber davon ausgehen, dass hier die Netto-Summe gemeint ist, womit das Salär auf den zweiten Blick schon deutlich attraktiver wird. Laut Gazzetta dello Sport sind es beim FCB aktuell sieben Millionen Euro netto.
Eine schnelle Entscheidung von Goreztka ist aber kaum zu erwarten. Im Winter hatte er bereits Angebote – unter anderem von Atletico – abgelehnt, um mit dem FC Bayern in seinem letzten Halbjahr auf Titeljagd zu gehen. Womöglich könnte Goretzka auch die WM noch abwarten. Ist er im DFB-Team tatsächlich gesetzt, würde das seine Verhandlungsposition sicher nicht schmälern.
