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Millionen-Poker in der Effzeh-Abwehr

Die Kölner müssen sich auf der Suche nach einem Innenverteidiger wohl zeitnah zwischen zwei teuren Talenten entscheiden.
Soll dauerhaft gebunden werden: Jahmai Simpson-Pusey überzeugte als Leihspieler auf ganzer Linie
Soll dauerhaft gebunden werden: Jahmai Simpson-Pusey überzeugte als Leihspieler auf ganzer Linie | DeFodi Images/GettyImages

Beim 1. FC Köln steht in den kommenden Wochen eine wegweisende Entscheidung für die defensive Stabilität an. Wie Sky in seinem Transfer-Update berichtet, wollen die Rheinländer das Zentrum im Sommer zwingend personell verstärken, haben sich dabei aber ein klares Limit gesetzt.

Demnach wird für die kommende Spielzeit nur einer von zwei hochkarätigen Kandidaten verpflichtet. Die Wahl fällt zwischen dem bisherigen Leihspieler Jahmai Simpson-Pusey und dem gambischen Nationalspieler Abubacarr Kinteh.

Die finanzielle Hürde bei Simpson-Pusey

Mit Simpson-Pusey wissen die Kölner Verantwortlichen ganz genau, was sie bekommen. Der 20-jährige Engländer kam im vergangenen Winter per Leihe von Manchester City und schlug am Rhein voll ein. In seinen elf absolvierten Rückrunden-Partien mauserte er sich mit überragendem Stellungsspiel, einem ruhigen Spielaufbau und routinierter Defensivarbeit sofort zur festen Größe. Der Haken an der Personalie ist jedoch gewaltig.

Zwar besitzt der FC eine Kaufoption, diese liegt jedoch bei satten acht Millionen Euro. Obendrauf käme die Übernahme des kompletten Gehalts, was für die Kölner ein enormer finanzieller Kraftakt wäre. Zudem besitzen die Skyblues ein Rückkaufrecht und könnten bei der Zukunftsplanung des Spielers eine Leihe zu einem international vertretenen Klub bevorzugen.

Mündliche Einigkeit mit Kinteh

Abubacarr Sedi Kinteh soll von Tromsø nach Köln kommen
Abubacarr Sedi Kinteh soll von Tromsø nach Köln kommen | IMAGO/NTB

Sollte der Deal mit dem Engländer nicht zustande kommen, rückt Abubacarr Kinteh in den Fokus. Über das Kölner Interesse an dem 19-jährigen Innenverteidiger von Tromsø IL hatte 90min bereits ausführlich berichtet. Der pfeilschnelle Linksfuß, der einen beachtliche Top-Speed von bis zu 37 km/h erreicht, gilt als eines der vielversprechendsten Abwehrtalente Westeuropas. Nach Sky-Informationen sind sich der Bundesligist und Kinteh über einen Wechsel sogar schon mündlich einig geworden.

Die Konkurrenz schläft nicht

Trotz der Einigkeit mit dem Spieler ist ein finaler Deal noch ein gutes Stück entfernt. Der norwegische Erstligist weiß um den Wert seines bis 2029 gebundenen Juwels und wird den Verteidiger wohl nicht unter fünf Millionen Euro abgeben.

Da auch zahlungskräftige Konkurrenz aus der englischen Premier League sowie der FC Basel und die Young Boys Bern großes Interesse an Kinteh bekunden, drängt die Zeit. Der 1. FC Köln muss sich nun sehr zeitnah für einen der beiden Abwehr-Wege entscheiden, um am Ende im Millionen-Poker nicht mit leeren Händen dazustehen.


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