Rafael Leão könnte im kommenden Transferfenster zu einem richtig heißen Poker werden. Der Starspieler, dessen Marktwert zwischenzeitlich fast an die 100-Millionen-Marke kratzte, soll laut der spanischen Zeitung Sport für rund 50 Millionen Euro zu haben sein. Sein aktueller Marktwert: 65 Millionen Euro.
Als Grund wird ein belastetes Verhältnis zwischen Spieler und der AC Mailand genannt. Leão verlor zuletzt seinen Stammplatz, gleichzeitig soll der Verein sehr kritisch auf seine schwankenden Leistungen blicken. Dazu kommt ein Gehalt von rund fünf Millionen Euro netto plus Boni.
Schaut Bayern noch mal genauer hin?
Es ist kein Geheimnis, dass der FC Bayern nach der damaligen Absage von Florian Wirtz in verschiedene Richtungen nach Alternativen suchte. Leão war dabei ein Name, der in diesem Umfeld immer wieder auftauchte, am Ende entschieden sich die Münchner aber gegen den Portugiesen. Stattdessen folgte mit Luis Diaz ein teurer, aber sportlich erstklassiger Schritt.
Und auch aktuell spricht vieles dagegen, dass Leão in München wirklich ein Thema wird. Mit Michael Olise, Jamal Musiala und eben Diaz ist die Bayern-Offensive bereits prominent besetzt. Leão wäre zum jetzigen Zeitpunkt wohl eher ein Kandidat für die zweite Reihe, dazu kommt die wachsende Rolle von Lennart Karl.
Außerdem ist bei Leão genau das der Punkt, der in München schnell kritisch gesehen wird: die Konstanz. An einem guten Tag ist er absolut auf Topniveau, an anderen Tagen fehlt die Verlässlichkeit. Genau diese Diskussion kennt man beim FC Bayern aus dem Fall Leroy Sané nur zu gut.
Barça heiß auf Leão?
Deutlich spannender könnte deshalb ein anderer Fit sein. Leão soll den FC Barcelona als absolutes Wunschziel sehen. Gleichzeitig gilt Barça-Präsident Joan Laporta als großer Fan des Flügelspielers.
Der große Reiz aus Sicht der Katalanen: viel Talent zu einem stark gedrückten Preis. Vergleichbare Profile dürften auf dem Markt normalerweise deutlich teurer sein.
Ganz einfach wäre ein Deal für Barcelona aber trotzdem nicht. Der Klub müsste Platz schaffen, um einen solchen Neuzugang überhaupt finanzieren zu können. Dazu könnten andere Offensiv-Pläne aktuell Vorrang haben, Julián Álvarez gilt etwa als langfristige Option als Robert-Lewandowski-Ersatz. Ob Leão in den kommenden Wochen wirklich Bewegung reinbringt, bleibt abzuwarten.
