Argentininen ist im Vorfeld von Großturnieren eigentlich automatisch in den Favoritenkreis mit einzubeziehen. Dies ist auch bei der WM 2026 nicht anders. Als amtierender Weltmeister tritt die Albiceleste in den USA, Kanada und Mexiko zur Titelverteidigung an. Ein letztes Mal wird dabei auch Lionel Messi im Fokus stehen, doch auch über den achtfachen Ballon-d'Or-Sieger hinaus ist der argentinischen Nationalmannschaft alles zuzutrauen.
Der Inbegriff einer Einheit
Einer der Hauptfaktoren, welcher das Team von Trainer Lionel Scaloni in den vergangenen Jahren so stark machte, war die mannschaftliche Geschlossenheit. Ein vielzitierter und oftmals angekreideter Aspekt, vor allem wenn es um Nationalmannschaften geht.
Denn anders als im Klubfußball, geht es in den internationalen Großturnieren wie einer Weltmeisterschaft eher hintergründig um eine ausgeklügelte Taktik. Stattdessen steht vor allem im Vordergrund, dass die nominierte Auswahl als Mannschaft funktioniert und verschiedene Rollen besetzt sind.
Ist dieser Grundbaustein erst einmal erfüllt, kann daraufhin Großes entstehen und Nationalmannschaften können über die Jahre einen Stamm aufbauen, der sie stützt. Genau da liegt die Stärke der Albiceleste.
Argentinien punktet mit einem leidenschaftlichen sowie eingespielten Auftreten und verfügt darüber hinaus über sensationelle Einzelkönner. Mittendrin, auch mit 38 Jahren, immer noch Lionel Messi, der das Team leitet und vorne weg geht. Seine Mannschaft folgt ihm, kämpft für ihn und La Pulga zahlt das regelmäßig mit glanzvollen Momenten zurück – immer noch.
Der Erfolg spricht Bände
Mit Back-to-back-Siegen in der Copa América (2021 & 2024) und dem Weltmeistertitel von 2022 konnte die Mannschaft von Lionel Scaloni die letzten drei Turniere, an denen man teilgenommen hat, gewinnen. An diesem beeindruckenden Erfolg hat selbstverständlich auch der Coach einen großen Anteil.
Blickt man auf die vergangenen Turniere, egal ob WM oder Copa América, lässt sich nicht wegdiskutieren, dass es sich bei der Albiceleste um das erfolgreichste Nationalteam der letzten Jahre handelt.
Alte Hasen und frisches Blut
Die argentinische Auswahl bringt quasi alles mit, was man sich von einer Nationalmannschaft erträumt. Auf der einen Seite stehen gestandene Größen, welche an den Erfolgen der vergangenen Jahre beteiligt waren, beispielsweise das Mittelfeld-Duo aus Rodrigo de Paul und Alexis Mac Allister.
Auf der anderen Seite kommt frisches Blut in die Mannschaft, in Form von hochgehandelten jungen Spielern. An dieser Stelle ist vor allem Nico Paz zu nennen. Oben drauf kommt in Emiliano Martínez ein Weltklasse-Torhüter. Einen solchen Keeper in den eigenen Reihen zu haben, ist ebenfalls ein riesiger Faktor für ein Turnier wie die WM.
In Kombination mit der fulminanten Offensive der Albiceleste macht dies die Argentinier auch vom Kader her zu einem der Top-Favoriten. Mit Julián Alvarez hat man einen der aktuell besten Stürmer auf der Welt in den eigenen Reihen. Dies traf lange Zeit auch auf Lautaro Martínez zu.
Und dann ist da ja noch ein gewisser Lionel Messi. Trotz seines gehobenen Alters ist und bleibt der achtfache Weltfußballer ein Spieler, welcher jede Partie entscheiden kann. Sollte er dies noch ein paar Mal tun und Argentinien erneut ein starkes Turnier spielen, könnte der 38-Jährige seine Nationalmannschaftskarriere am 19. Juli mit der Titelverteidigung krönen und seinen Status zementieren.
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