Meister-Ansage vom BVB: Bayern-Star mit klarer Meinung
Von Fabian Küpper

"Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen: 'Wir wollen Meister werden.'" Es waren deutliche Worte, die Nico Schlotterbeck nach dem 3:2-Sieg gegen Heidenheim wählte, durch den der BVB den Rückstand auf Bayern München auf sechs Punkte verkürzte.
Und auch, wenn Niko Kovac und Sebastian Kehl auf die Worte des Innenverteidigers eher zurückhaltend reagierten, so zeigten sie doch vor allem eins: Borussia Dortmund hat die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben.
Die Bayern stehen am Wochenende gegen Hoffenheim nun zumindest ein bisschen unter Druck, denn bei einem weiteren Punktverlust und einem erneuten BVB-Sieg wäre das Rennen um die Meisterschale wieder voll im Gange – und das, obwohl es eigentlich schon längst entschieden schien.
Tah begrüßt Meister-Ansage
"Ich finde es schön, wenn es Teams in der Liga gibt, die versuchen, erfolgreich zu sein."
- Jonathan Tah (Sky Sport)
Bayern-Verteidiger Jonathan Tah freut dabei die Ansage aus der Strobelallee. "Ich finde es schön, wenn es Teams in der Liga gibt, die versuchen, erfolgreich zu sein. Wir verfolgen weiter unseren Weg. Wir wissen, wo wir hinwollen – wo wir am Ende stehen wollen. Trotzdem ist es schön, dass es Teams gibt, die diese Ambition haben", sagte der 29-Jährige gegenüber Sky Sport.
Sollte Bayern weiter federn lassen, könnte der Klassiker zum Schlüsselduell um die Meisterschaft werden. Am 28. Februar gastiert der Rekordmeister im Signal Iduna-Park – die Vorfreude bei Tah ist jedoch schon jetzt sehr groß, wie er verriet: "Extrem groß. Auswärts in Dortmund ist etwas Besonderes. Das erste Mal für mich mit dem FC Bayern – daher freue ich mich sehr auf das Spiel. Es wird intensiv, aber es wird gut."
Defensive Anfälligkeiten eindämmen
Dabei wird es für den Rekordmeister enorm wichtig werden, die zuletzt immer stärker gewordene Defensivschwäche in den Griff zu bekommen. "Wir haben ein paar mehr Gegentore bekommen - mehr Gegentore aus dem Spiel. Vorher sind die Hälfte unserer Gegentore aus Standard-Situationen entstanden. Jetzt immer noch und daran müssen wir arbeiten. Es fühlt sich aber nicht so an, als würden wir in einer schlechten Phase stecken", erklärte Tah.
Vielmehr lobte der 29-Jährige die gegnerischen Teams. Sie hätten "ausreichend Zeit gehabt, sich anzuschauen, was Vincent Kompany möchte". Dementsprechend müsse man das jetzt "adaptieren, forderte Tah und andere Lösungen finden.
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