Nach der enttäuschenden Saison von Bayer 04 Leverkusen könnte es im Sommer zu einem größeren Umbruch kommen. Wie die Sport Bild berichtet, sollen mehrere hochkarätige Neuzugänge bereits nach nur einem Jahr wieder vor dem Abschied stehen. Im besonderen Fokus stehen offenbar Malik Tillman, Eliesse Ben Seghir, Loic Bade und Equi Fernandez.
Tillman und Fernandez offenbar wechselwillig
Für Malik Tillman, Eliesse Ben Seghir, Loic Bade und Equi Fernandez investierte Bayer 04 laut Sport Bild im vergangenen Sommer insgesamt rund 117 Millionen Euro Ablöse. Wirklich durchsetzen konnte sich das Quartett unter Trainer Kasper Hjulmand allerdings kaum. Während die Werkself zwar erneut in der Champions League vertreten war, blieb man national insgesamt hinter den Erwartungen zurück.
Viele der teuren Neuzugänge kamen dabei nur unregelmäßig zum Einsatz. Besonders bei Malik Tillman scheint ein Abschied inzwischen konkreter zu werden. Laut Sport Bild soll der US-Nationalspieler mit Bayer Leverkusen weitgehend abgeschlossen haben und die bevorstehende Weltmeisterschaft nutzen wollen, um seinen Marktwert weiter zu steigern.
Unter anderem der FC Fulham soll Interesse am offensiven Mittelfeldspieler zeigen. Bayer wäre dem Bericht zufolge bereit, Tillman für rund 35 Millionen Euro ziehen zu lassen.
Auch Equi Fernandez gilt offenbar als Wechselkandidat. Der Argentinier soll sich intern zunehmend vom scheidenden Trainer Kasper Hjulmand distanziert haben und zuletzt sogar einen Einsatz verweigert haben. Sein Marktwert liegt aktuell bei rund 22 Millionen Euro, weshalb eine Ablösesumme zwischen 20 und 25 Millionen Euro realistisch erscheint.
Klar ist auch: In der internen Rangordnung dürfte Fernandez an Exequiel Palacios und Aleix Garcia wohl weiterhin nur schwer vorbeikommen. Ein Abgang wegen mangelnder Perspektive und fehlender Spielzeit gilt daher als durchaus wahrscheinlich.
Zukunft weiterer Neuzugänge offen
Bei Eliesse Ben Seghir und Innenverteidiger Loic Bade ist die Situation laut Sport Bild dagegen weiterhin offen. Beide sollen auf eine neue Chance unter einem möglichen neuen Trainer hoffen. Besonders bei Ben Seghir erscheint es unwahrscheinlich, dass Bayer Leverkusen ein derart vielversprechendes Talent bereits nach nur einer Saison dauerhaft aufgibt.
Eine Leihe gilt daher aktuell als das realistischste Szenario. Bei Bade dürfte hingegen vor allem entscheidend werden, wie die Werkself den Kader nach der enttäuschenden Spielzeit insgesamt neu ausrichtet.
Sportchef Simon Rolfes kündigte bereits Veränderungen an. "Im Sommer wird es Bewegung im Kader geben", erklärte der 44-Jährige. Bayer wolle "Reize setzen" und den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft erhöhen. Dafür sollen im Sommer zunächst rund 60 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Ein Großteil dieser Summe stammt offenbar aus dem in diesem Sommer abgeschlossenen Transfer von Piero Hincapie zum FC Arsenal, der Bayer durch die greifende Kaufpflicht rund 52 Millionen Euro einbringen soll. Weitere mögliche Einnahmen durch Verkäufe von Spielern wie Malik Tillman oder Equi Fernandez könnten dieses Transferbudget zusätzlich noch einmal deutlich erhöhen.
