Mbappé mit bemerkenswerter Einschätzung zum Alonso-Aus bei Real Madrid
Von Simon Zimmermann

Die groß und langfristig angelegte Verpflichtung von Xabi Alonso als Trainer von Real Madrid verkam bekanntlich zum Intermezzo. Stürmer-Superstar Kylian Mbappé möchte sie dennoch nicht als unerfolgreich abstempeln.
"Er ist gegangen, bevor die Titel gewonnen werden. Wir haben mit ihm nur die Supercopa verloren. Xabi wird meiner Meinung nach ein fantastischer Trainer sein. Ich hatte eine tolle Beziehung zu ihm", betonte Mbappé auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Duell gegen seinen Ex-Klub AS Monaco am Dienstagabend (21 Uhr).
"Wir hatten kein Problem mit Xabi Alonso"
- Kylian Mbappé
Mbappé unter Alonso in Topform
"Zu sagen, dass Xabi nicht erfolgreich war, ist nicht wahr", so Mbappé weiter. Der ehemalige Mittelfeldspieler war im Sommer nach seiner äußerst erfolgreichen Zeit in Leverkusen mit großen Erwartungen nach Madrid zurückgekehrt. Ein gutes halbes Jahr und 34 Pflichtspiele später (2,24 Punkte pro Spiel) musste Alonso aber schon wieder gehen.
In Erinnerung bleibt ein turbulentes halbes Jahr mit Höhen und Tiefen, das geprägt von Nebenkriegsschauplätzen und Alonsos Verhältnis zu einigen Star-Spielern seiner Mannschaft war.
Das vor allem Mbappé sehr gut mit Alonso klarkam und von ihm profitieren konnte, legen die Zahlen des 27-jährigen Franzosen in der laufenden Spielzeit nahe. Mbappé spielt mit 30 Treffern und fünf Assists in 26 Spielen eine überragende Saison. Allein in der Königsklasse traf er in fünf Einsätzen neunmal!
Mbappé spricht über Pfiffe gegen Vini Jr.
Anders als Mbappé galt vor allem die Beziehung von Vinicius Junior zu Alonso als stark belastet. Bei den eigenen Fans scheint der Brasilianer mit seinem divenhaften Verhalten mittlerweile ebenfalls stark an Kredit eingebüßt zu haben. Beim jüngsten 2:0-Heimsieg gegen UD Levante wurde Vini Jr. sogar vom eigenen Publikum im Bernabeu ausgepfiffen.
Auch dazu bezog Mbappé am Montag Stellung: "Ich verstehe die Leute. Ich war selbst jung und habe alle Fußballspiele gesehen. Wenn ich nicht glücklich war, habe ich schlecht über die Spieler geredet. Oder ich habe gepfiffen, als ich ihm Stadion war. Daher kann ich es verstehen. Die einzige Chance für die Leute und den Madridismo, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ist, ins Stadion gehen und zu pfeifen. Ich verstehe das, weil wir keinen guten Job machen. Was mir am Samstag aber nicht gefallen hat: Ich verstehe die Pfiffe, aber wenn sie pfeifen, sollen sie die ganze Mannschaft auspfeifen, nicht spezielle Spieler im Besonderen, denn es ist nicht die Schuld einiger Spieler, sondern der ganzen Mannschaft", hielt Mbappé fest (via realtotal.de)
"Wir machen es als Team schlecht und ich denke, wir haben den Charakter und die Persönlichkeit, den Trend auf dem Platz umzukehren. Der Madridismo steht hinter uns, ist nicht gegen uns. Der Madridismo ist wütend, das ist normal. Es liegt an uns, die Situation auf dem Platz zu ändern, Spiele zu gewinnen und gut zu spielen", so Mbappé weiter.
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