Matthäus verrät: Das unterscheidet den FC Bayern vom BVB
Von Franz Krafczyk

Wer gehofft hat, dass der FC Bayern nach der Winterpause nachlässt, der wurde am späten Sonntagnachmittag schwer enttäuscht. Die Münchner fegten den VfL Wolfsburg mit einem 8:1-Sieg aus der Allianz Arena und setzten damit ein weiteres Ausrufezeichen an den Rest der Liga. Die Meisterschaft führt auch in dieser Saison nur über den Rekordmeister, der Vorsprung auf den Zweitplatzierten BVB beträgt bereits elf Punkte.
Der Unterschied zwischen beiden Klubs spiegelt sich einerseits in der Tabelle wider, doch auch auf dem Platz erkennt Lothar Matthäus einen klaren Gegensatz zwischen beiden Klubs. "Was mir neben der Offensiv-Power (der Bayern) besonders viel Spaß macht, ist, dass alle sich gegenseitig unterstützen. Die Spieler auf der Bank freuen sich mit ihren Teamkollegen auf dem Platz. Wenn jemand ausgewechselt wird, ist er vielleicht enttäuscht, aber es gibt keine Szenen wie zuletzt in Dortmund bei Adeyemis Auswechslung", schreibt der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne bei Sky.
"Jeder weiß, dass es im nächsten Spiel vielleicht schon wieder anders läuft und er seine Chance bekommen wird. Dieses Miteinander wird vom Trainer sehr gut dirigiert und Vincent Kompany verdient ein großes Lob", sagt Matthäus über den Zusammenhalt im Münchner Team. "Kompany kann die Belastung seiner Spieler steuern. Das kann ein großes Plus sein, wenn die entscheidenden Spiele in der Bundesliga und in der Champions League anstehen."
"Das gelingt aber den Bayern": Kovac identifiziert BVB-Problem
BVB-Trainer Niko Kovac sieht das Problem derweil darin, dass seine Mannschaft es zu selten schafft, den Sack zuzumachen. "Der springende Punkt ist: Wir schaffen es nicht, nach einer Führung das zweite Tor nachzulegen, sodass wir mal einen Puffer von zwei Toren Unterschied haben. Das gelingt aber den Bayern", kritisierte der 54-Jährige (via Bild).
"Wir müssen es schaffen, dass wir nach dem 1:0 oder dem 2:1 das 3:1 erzielen, um letzten Endes noch mehr Sicherheit zu bekommen. Und klar ist ja auch: Wenn Gegner mit zwei Toren hinten liegt, dann machen sie mehr auf, sodass es noch mehr Räume gibt und es noch leichter für uns wird. Das ist das, was uns fehlt", forderte Kovac.
Und weiter: "Wir haben in dieser Saison in vielen Spielen geführt, haben dann auch zumindest einen Punkt geholt und nicht verloren. Aber es geht darum, dass du diese Spiele gewinnen musst. Indem du A ein zweites Tor nachlegst, oder B diese knappe Führung nach Hause bringst. Das ist im Moment der kleine, aber doch feine Unterschied."
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