Eine Ära ist zu Ende gegangen. Über mehr als 16 Jahre hinweg war Manuel Neuer die unumstrittene Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft und prägte den DFB bei insgesamt neun großen Turnieren. Für die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika hatte der 40-Jährige noch einmal überraschend seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt und damit im Vorfeld für große Schlagzeilen gesorgt.
Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay scheint dieses Kapitel nun endgültig geschlossen. Wer künftig das deutsche Tor hüten soll, wird bereits intensiv diskutiert. Nun hat sich auch TV-Experte Lothar Matthäus zur möglichen Nachfolge des mehrmaligen Welttorhüters geäußert.
Matthäus räumt Urbig Chancen ein
Dabei steht mit Jonas Urbig besonders Neuers Ersatz bei Bayern München im Fokus. Lothar Matthäus ordnet bei Bild die Chancen des 22-Jährigen ein. Urbig soll zwar mehr Einsätze bei Bayern bekommen, ist aber die klare Nummer Zwei bei Bayern.

Dennoch rechnet Matthäus ihm Chancen auf den Posten im DFB-Tor aus. Der Weltmeister von 1990 hält es aber auch für möglich, dass Bundestrainer in spe Jürgen Klopp "auf die Erfahrung von Oliver Baumann zurückblickt, der sich gerade in der Nationalmannschaft nie etwas zu schulden kommen lassen hat."
Deutsches Tor bedeutet große Fußstapfen
Wer das Erbe Neuers antreten wird, liegt für Matthäus nicht auf der Hand. "Es ist nicht die Nummer Eins da, die wir in den letzten 40, 50 Jahren gehabt haben", spielt der Experte auf die Ären von Sepp Maier, Oliver Kahn und Manuel Neuer an. Neuer ist insgesamt 128 Mal für Deutschland aufgelaufen und hat Konkurrenten wie Marc-Andre ter Stegen stets hinten anstehen lassen.
Ob die sporadische Spielzeit Urbigs auf nationaler Ebene bei Bayern ausreicht, um ihm zum neuen Stammtorwart beim DFB zu machen, müsse man abwarten, so Matthäus weiter. Dennoch: "Urbig ist ganz sicher ein Kandidat für die Zukunft als Nummer Eins im deutschen Tor", ist sich der Rekordnationalspieler Deutschlands sicher.
