Matthäus mit klarer Meinung zum Laimer-Poker - und einem großen Vergleich
Von Yannik Möller

Die Vertragsverhandlungen mit Konrad Laimer gestalten sich für den FC Bayern offenbar nicht ganz so unkompliziert und einfach, wie es erhofft wurde. Angesichts der vielen Einsatzzeiten und seiner Rolle als wichtiger Stammspieler, scheint sich der Österreicher auch dementsprechend in der Gehaltsstruktur wiederfinden zu wollen (90min berichtete).
"Natürlich" wäre ein Scheitern der Gespräche und ein ablösefreier Abgang im Sommer 2027 "ein Verlust", wie Lothar Matthäus es in seiner Kolumne für Sky formulierte. Doch bis dahin ist noch genug Zeit, um in den bereits angelaufenen Verhandlungen einen Konsens zu finden.
Matthäus: Bekannte Gehälter werden auch in den Laimer-Verhandlungen zum Problem
"Alphonso Davies hat vor einiger Zeit auch einen guten neuen Vertrag unterschrieben und ich verstehe, dass Laimer im Gehaltsgefüge etwas nach oben kommen möchte", zeigte Matthäus Verständnis für die gestiegenen Ansprüche des 28-Jährigen.
Für Max Eberl sei es ein Problem, dass über die vergangenen Jahre viele Informationen zu den Gehältern anderer Spieler an die Öffentlichkeit gelangt sind. "Seitdem weiß jeder vom anderen, was er verdient. Spieler kommen und sagen: 'Warum bekommt der mehr als ich?'", zeigte Matthäus dieses Problem auf und ergänzte: "Aber ich glaube, dass die Wertschätzung für Konni Laimer genauso ist wie für einen Spieler, der fünf, sechs oder sieben Millionen mehr verdient."
Der Ansicht des heutigen TV-Experten und früheren Weltfußballers zufolge müssten sich die Münchener aber wohl keine allzu großen Sorgen machen, dass Laimer zu einem Wechsel tendieren sollte, falls seine anvisierte Gehaltserhöhung nicht ganz so deutlich ausfällt. "Er fühlt sich in München wohl. Warum sollte er sich wegen einer halben oder einer Million mehr für das Ausland entscheiden, wo er sich erst wieder einleben und durchsetzen muss?", warf Matthäus eine wohl berechtigte Frage auf.
Mit Vincent Kompany habe er einen guten Cheftrainer, der auf ihn setzt und mit dem FCB einen Verein, bei dem er nicht nur "Spaß und Freude", sondern auch gute Titelchancen hat. Mit Michael Olise könne er sogar ein ähnliches Duo bilden, das "ähnlich wie Philipp Lahm und Arjen Robben" aufspielt, ließ sich Matthäus zu einem großen Vergleich hinreißen.
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