Dass Diskussionen und kritische Aussagen über Schiedsrichter ein fester Bestandteil des Fußballs sind, steht außer Frage. Auch beim FC Bayern München gab es immer wieder Debatten über Entscheidungen für oder gegen den Verein. Doch nach den vergangenen Spieltagen geht es beim Rekordmeister offenbar längst nicht mehr nur um normale Diskussionen.
Bayern sucht den Weg vor das DFB-Sportgericht
Wie Sky-Reporter Kerry Hau berichtet, hat der FC Bayern "am Sonntag Einspruch gegen die Sperre von Luis Díaz beim DFB-Sportgericht eingelegt! Das bestätigte der Verein auf Anfrage."
In diesem Zusammenhang wird auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit klaren Worten zitiert: "Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen – es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen. Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht."
Damit bezieht sich Dreesen unter anderem auf den nicht gegebenen Platzverweis im Klassiker gegen Nico Schlotterbeck. Dieser erwischte Josip Stanisic mit offener Sohle oberhalb des Knöchels, bekam dafür aber "nur" Gelb.
Der finale Auslöser für das Vorgehen war jedoch die Gelb-Rote Karte im Spiel gegen Bayer Leverkusen. Für eine vermeintliche Schwalbe musste Luis Diaz vom Platz. Schiedsrichter Christian Dingert korrigierte sich nach dem Spiel selbst: "Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben", erklärte er bei Sky Sport.
Vor allem dieses Eingeständnis lässt Raum für Hoffnung rund um die Sperre von Diaz. Wie allerdings auf die deutlichen und fordernden Worte von Dreesen reagiert wird, bleibt abzuwarten.
