Mit vier Punkten aus den drei Spielen gegen Hoffenheim (3:2), Stuttgart (1:4) und Bremen (1:1) kann man beim 1. FC Köln zum Auftakt sicherlich zufrieden sein. Doch für die Geißböcke wäre noch mehr möglich gewesen, denn das jüngste Remis gegen den SV Werder war vermeidbar.
Das Team von René Wagner hatte eine richtig gute erste Halbzeit gezeigt und war verdient in Führung gegangen. Nach dem Seitenwechsel verlor Köln jedoch zunehmend die Kontrolle und kassierte in der 69. Minute folgerichtig den Ausgleich. Erst in der Schlussphase wurde der Effzeh wieder gefährlicher.
Köln-Profis kommunizieren zu wenig
Linton Maina, der in der elften Minute den Führungstreffer erzielt hatte, machte nach Abpfiff vor allem die Kommunikation als Ursache dafür aus, dass er und seine Teamkollegen den Faden verloren hatten. "Die Sachen, die nicht gut waren, waren kommunikativ. Es wusste keiner so richtig, was jetzt zu tun ist, was zu machen ist. Jeder war so ein bisschen mit sich selbst beschäftigt und wusste nicht richtig, was jetzt genau der Grund und der Fehler ist", zitiert die Bild den Flügelspieler.
Ähnlich sah es Wagner, der seine Mannschaft und vor allem die Führungsspieler aufforderte, das Heft in brenzligen Phasen selbst in die Hand zu nehmen. "Die Jungs müssen es schaffen, in Phasen, in denen es nicht für sie läuft, Führung zu übernehmen. Das müssen wir jeden Spieltag wieder neu versuchen – und das werden wir auch tun", stellte der Effzeh-Trainer klar.
"Wir können im Stadion vor 50.000 Leuten nicht jede einzelne Aktion von draußen vorgeben", erläuterte der 38-Jährige. "Uns ist es wichtig, dass wir die Mannschaft vorbereiten und dass sie in der Lage ist, Lösungen selbst zu finden."
Ein Grund, warum in Köln noch ein gewisses Problem der Verständigung und Ordnung herrscht, dürfte auch in der hohen Zahl der Neuzugänge liegen: Gegen Werder standen gleich fünf Neue in der Startelf. "Wir hatten Spieler auf dem Feld, die zuvor nie in unserem Stadion auf dem Platz standen. Ich glaube, die schwierigen Phasen gehören zu unserer Entwicklung dazu", so Wagner.
Wichtig ist dann eben nur, aus diesen Phasen auch zu lernen. Am kommenden Wochenende geht es gegen den HSV, der noch punkt- und torlos am Tabellenende liegt. Gelingt Köln dort ein Dreier, hätte man während der Länderspielpause schon etwas Luft.
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