Noch immer herrscht keine Klarheit darüber, ob René Wagner zur nächsten Saison als Cheftrainer beim 1. FC Köln an der Seitenlinie stehen wird. Der vorige Co-Trainer von Lukas Kwasniok hat inzwischen sieben Spiele als Interimstrainer geleitet. Die bisherige Ausbeute daraus: Lediglich ein einziger Sieg, dazu jeweils drei Unentschieden und Niederlagen – aber auch der vorzeitige Klassenerhalt.
Die 1:5-Niederlage beim FC Bayern hat zwar für den Effzeh keinerlei Auswirkungen mehr gehabt, doch wird Wagner mit diesem Spiel auch keine weiteren Argumente für sich gesammelt haben.
Wagner fordert zeitnahes Signal aus der Führungsetage
"Wenn es so sein sollte, dass ich weitermachen darf, dann mache ich mir Gedanken darüber, wo ich mit dem FC hin will. Aber erstmal brauche ich ein Signal vom Verein und muss mit Thomas (Kessler, Anm. d. Red.) sprechen", äußerte sich der Coach überraschend deutlich nach dem Spiel (via Bild).
Es braucht wohl nicht allzu viel Interpretation, um schlussfolgern zu können: Wagner fordert eine zeitnahe Entscheidung und klare Kommunikation ihm gegenüber, um entsprechend planen zu können. Das Problem: Der 37-Jährige ließ bereits durchblicken, dass ihm auch noch kein Zeitplan hinsichtlich eines Entschlusses oder der Gespräche kommuniziert wurde.

"An meinem Gefühl ändert das Spiel in München nichts. Wir bewerten die Arbeit, die wir mit der Mannschaft geleistet haben. Das Ergebnis in München ist nicht toll. Wir freuen uns nicht über ein 1:5. Aber wir müssen das sauber und sachlich einordnen und analysieren. Das werden wir schaffen. Und dann muss der Verein die Entscheidung treffen wie es weitergeht", führte Wagner weiter aus.
Ein Problem: Thomas Kessler, der als Sport-Geschäftsführer diese Entscheidung fällen muss, scheint sich selbst noch nicht wirklich sicher zu sein. In den vergangenen Wochen war bereits mehrfach von einer in Köln geteilten Meinung zu hören, wenn es um eine potenzielle Zukunft mit Wagner als Cheftrainer ging. Kessler soll grundsätzlich zu den Befürwortern gelten, habe intern aber ordentlich Überzeugungsarbeit zu leisten, hieß es des Öfteren.
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