Nachdem Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren regelmäßig für Furore gesorgt hatte, war die vergangene Saison auf allen Ebenen eine Enttäuschung. Weder in der Bundesliga, noch im Pokal oder auf internationaler Bühne konnten die Hessen überzeugen – am Ende stand nicht nur ein sehr unzufriedenes Umfeld, sondern auch zwei Trainerwechsel auf der Habenseite.
"Mit Adi Hütter hat Sportchef Markus Krösche dieses Mal einen erfahrenen Trainer-Fuchs geholt. Das war nach dem Fehlgriff Albert Riera auch dringend notwendig. Ich habe nichts gegen unbekannte, innovative Trainer-Lösungen. Aber wenn man das Experiment wagt, muss es auch sitzen. Unter Riera war die Eintracht am Ende der reinste Komödienstadl, in dem kein Spieler mehr verstanden hat, was er eigentlich in der eigenwilligen Spiel-Idee des Trainers zu tun hatte", kritisierte TV-Experte Lothar Matthäus bei der Bild die jüngste Entwicklung bei der SGE scharf!
Matthäus tippt Frankfurt auf Platz 8
Ob es 2026/27 besser wird? Matthäus hat da so seine Zweifel. "Kritisch könnte die Umstellung bei der Eintracht auf Viererkette werden. Es ist nicht das System von Abwehrchef Robin Koch. Spielen muss er als Kapitän trotzdem", zeigte sich der 65-Jährige besorgt. Dazu verwies Matthäus auf die Torhüter-Position, wo Kaua Santos "weiterhin ein Risikofaktor" sei. Nicht umsonst gab es zuletzt Gerüchte, dass ein neuer Torhüter – vorzugsweise Noah Atubolu – kommen soll.
Zumindest den bisherigen Transfers scheint Matthäus in diesem Sommer etwas abgewinnen zu können: "Mit dem Brasilianer Otavio kommt für die Abwehr ein vielversprechender Spieler. Wichtig ist, dass mit Raphael Onyedika von Brügge nun endlich das Sechser-Problem gelöst wurde."
Trotzdem sieht der Experte am Saisonende lediglich den achten Tabellenplatz herausspringen, was bedeutet, dass die Eintracht erneut das internationale Geschäft verpassen würde – sofern sie nicht den DFB-Pokal gewinnt. Sicherlich nicht das Ergebnis, das man bei der SGE intern anpeilt.
Für höhere Gefilde reicht laut Matthäus aber die Qualität nicht aus. "Sagen wir mal so: Bei den ersten 13, 14 Spielern ist Frankfurt gut besetzt. Dahinter wird es schnell dünner."
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