Inter Mailand wurde schon im Winter stark mit einem Transfer des wechselwilligen Curtis Jones in Verbindung gebracht, wurde damals jedoch vom FC Liverpool umgehend abgewiesen. Arne Slot hätte allen Grund, an dem vielseitigen Mittelfeldspieler festzuhalten, der in dieser Saison in 48 verschiedenen Spielen zum Einsatz kam – doch der 25-Jährige hat seinen Traum von einem Stammplatz noch nicht verwirklichen können.
Jones hat nur noch ein Jahr Vertrag, und Verhandlungen über eine Verlängerung sind laut The Guardian noch nicht zu einer Einigung gekommen. Es ist unklar, ob Inter Mailand die Preisvorstellungen des FC Liverpool für einen Spieler erfüllen wird, doch ein zweiter Vorstoß in diesem Sommer wird als "wahrscheinlich" beschrieben. Die Reds sollen knapp 40 Millionen Euro verlangen.
Die Engländer setzen die Summe so hoch an, da es sich um ungefähr die gleiche Ablöse handelt, die Tottenham Hotspur im Januar für den englischen Mittelfeldkollegen Conor Gallagher gezahlt hat, um ihn von Atlético Madrid zu holen, behauptet The Times.
Es besteht auch die Aussicht, dass Liverpool einen Spieler von Inter verpflichtet. Der niederländische Außenverteidiger Denzel Dumfries soll auf Slots Radar sein; Verhandlungen wären kein Problem, da er Berichten zufolge eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag hat, die relativ moderate 25 Millionen Euro beträgt.
Jones stellt die Führungsriege von Liverpool vor ein Dilemma. Der 25-Jährige ist ein zweifellos talentierter Spieler, der zufällig genau die Position besetzt, auf der der Verein in seinem durcheinandergebrachten Kader die größte Spielerdichte aufweist: das zentrale Mittelfeld. Nur weil Jones keinen Weltmeister, den amtierenden "Premier League Young Player of the Season" oder Liverpools besten Spieler verdrängen kann, heißt das noch lange nicht, dass er es nicht wert ist, im Kader zu stehen.
Auch Jones’ Hintergrund muss berücksichtigt werden. Der stolze Scouser ist das letzte Mitglied des Profikaders aus der Stadt Liverpool, was im Falle eines Verkaufs emotionale und logistische Probleme mit sich bringen würde. Nach 134 Jahren mit Liverpoolern im Kader der ersten Mannschaft, sind zudem dieAusbildungsregeln der Premier League zu berücksichtigen.
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