2024 schnappte Rodri Vinicius Junior den Ballon d'Or weg. Real Madrid bekam im Vorfeld der Weltfußballer-Krönung davon Wind und boykottierte die Veranstaltung.
Zwei Jahre später sollte Rodri die Antwort auf die Frage werden, wer das Mittelfeld der Königlichen künftig bestimmt. Nach dem Ende der Ära von Toni Kroos und Luka Modric fehlt es den Blancos an einem Strategen, der die gewünschte Ordnung bringt.
Nachdem Rodri durch die Folgen eines Kreuzbandrisses lange seiner Bestform hinterherlief, bewies der 30-Jährige auf dem Weg zu Spaniens WM-Triumph in diesem Sommer, dass er zurück zu alter Stärke gefunden hat. Die Gelegenheit für eine Rückkehr in die Heimat scheint besser denn je. Der La-Roja-Kapitän hat bei Manchester City nur noch ein Jahr Vertrag. Die ihm angebotene Vertragsverlängerung soll er ablehnen.
Nach langem Hin und Her schien sich Real Madrid endlich durchgerungen zu haben, bei Rodri All-in zu gehen. Immer mehr sprach in den vergangenen Tagen und Wochen für einen baldigen Wechsel des Mittelfeldstars ins Bernabeu.
Hat Rodri Real für Barça-Wechsel nur benutzt?
Bis plötzlich der große Erzrivale auf den Plan trat. Nach übereinstimmenden Berichten hat jetzt auch der FC Barcelona seinen Hut in den Rodri-Ring geworfen. Und soll die deutlich besseren Karten haben. Rodri wolle lieber zu Barça – auch weil der Spielstil der Katalanen besser zu ihm passe und er dort mit zahlreichen Nationalelf-Kollegen zusammenspielen kann.
In Spanien heißt es nun sogar, Rodri habe das Real-Interesse nur dafür benutzt, um seinen Barça-Wechsel voranzutreiben. In diesem Szenario würden die Blancos ziemlich brüskiert zurückbleiben.
Morientes poltert: "Es ist klar, dass Madrid Rodri nicht wollte"

Alles Quatsch, sagt dagegen der ehemalige Real-Stürmer Fernando Morientes. "Das ist ein schlechter Scherz. Man hält uns ein bisschen für dumm", gab der 50-Jährige in der Sendung 'El Partidazo de Cope' zum Besten. "Es ist klar, dass Madrid Rodri nicht wollte", hielt der ehemalige spanische Nationalspieler fest.
Morientes, der von 1997 bis 2004 für die Real-Profis stürmte, erklärte auch, warum: Real Madrid schlafe in solchen Situationen nicht. "Bei einem 14 Jahre alten Rechtsverteidiger kann man vielleicht noch schlafen, aber nicht bei dieser Art von Spielern." Laut Morientes habe "Real Madrid nicht alles gegeben", um Rodri zu verpflichten.
"Jetzt schieben sie die Verantwortung auf Rodri und behaupten, er habe wegen des Spielstils zum FC Barcelona wechseln wollen. Das ist ein geschmackloser Witz für alle, die sich mit Fußball auskennen."
Nach seinem Verständnis sei klar, dass Real Madrid jeden Spieler bekommt, den man auch wirklich verpflichten möchte. "Wenn Real Madrid solche Transfers angestrebt hat, hat es sie auch geschafft. Figo kam, Zidane kam, Owen kam, Ronaldo kam. Niemand soll mir jetzt erzählen, Rodri habe woanders spielen wollen."
Die Hürden für Barça-Wechsel von Rodri
Ob aus Morientes nur der gekränkte königliche Stolz spricht – oder es sich tatsächlich so zugespielt hat, können nur der Klub und Rodri selbst beantworten. Fakt ist, dass bislang noch offen ist, ob der 30-Jährige in diesem Sommer überhaupt von der Insel nach Spanien zurückkehrt. Barça müsste sich zunächst noch mit Man City auf eine Ablöse einigen.
Nach den Transfers von Anthony Gordon und Karim Adeyemi sucht der amtierende spanische Meister auch noch dringend nach einem linksfüßigen Innenverteidiger und einem neuen Mittelstürmer. Ehe man die nötige Rodri-Kohle aufbringen kann, müssen zuvor wohl noch Spielerverkäufe her.
