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Liebe Gladbacher, es wird etwas zu schalkig...

Es ist zwar erst der dritte Spieltag, doch die Borussia droht frühzeitig abzurutschen. Zu viele Themen rund um die Fohlenelf verdienen zurzeit das Adjektiv "schalkig".
VonYannik Möller
Gladbach muss in mehreren Bereichen schleunigst die Kurve kriegen
Gladbach muss in mehreren Bereichen schleunigst die Kurve kriegen | picture alliance/GettyImages

Nach zwei bitteren Niederlagen steht die Fohlenelf und mit ihr auch Eugen Polanski bereits am dritten Spieltag unter Zugzwang. Sollte es beim SC Freiburg eine weitere Pleite setzen, dürfte die Stimmung von angespannt auf düster umschwenken. Der Fehlstart wäre garantiert, die Sorgen vor dem erneuten Abstiegskampf ebenso. Umso wichtiger wäre eine zeitnahe Trendwende.

Stattdessen sorgt Borussia Mönchengladbach zurzeit für eine Negativ-Schlagzeile nach der nächsten. Der erneute Fehlstart, der frühzeitige Druck auf Team und Trainer, das Verletzungspech und dazu noch augenscheinlich interne Querelen, die sich beispielsweise durch die überraschend deutliche Kritik von Tim Kleindienst (und den öffentlichen Rüffel für den Kapitän) sowie die geleakten Details aus der Kabine speisen.

Gladbach weckt düstere Erinnerungen an die Schalke-Abstiege

All das hinterlässt einen gewissen Eindruck und dürfte Erinnerungen bei denen wecken, die den FC Schalke über die letzten Jahre etwas enger verfolgt haben. All diese Themen und Probleme gab es rund um die zwei jüngsten Abstiege 2. Bundesliga in dieser Form auch.

Damals wurde das Adjektiv "schalkig" ins Leben gerufen. Das könnte mit Chaos, Streitigkeiten, Pech, mangelhafter Qualität sowie Professionalität verbunden werden. Noch heute, während sich der S04 wieder stabilisierter zeigt, lässt sich das Wort häufiger im Kontext von Fußball-Diskussionen finden – und das nicht nur, aber natürlich vorrangig in den sozialen Netzwerken.

So könnte man zurzeit dem Klub vom Niederrhein zurufen: Lieber Gladbacher, es wird langsam etwas zu schalkig bei euch. Übersetzt: Die Abstiegsgefahr ist real, wenngleich die Saison noch sehr jung ist, und die Rahmenbedingungen in Form von Stimmung, Verfügbarkeit wichtiger Spieler sowie einem möglicherweise bereits verbrannten Trainer erinnern an den Abstieg von Königsblau. Zur Erinnerung: Einem über die (fast) komplette Rückrunde sieglosen David Wagner wurde das Vertrauen zugesprochen, ehe er nach zwei (!) Niederlagen zum Auftakt in die erste der zwei jüngsten Abstiegs-Spielzeiten dann doch noch entlassen wurde.

Im Sinne der Borussia bleibt zu hoffen, dass sie noch möglichst zeitnah den damaligen S04-Weg verlassen und sich noch fangen können. Ein Auswärtssieg in Freiburg wäre ein hilfreicher Ansatz.


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