Der 34. und damit letzte Spieltag der Bundesliga steht an. Am Samstagnachmittag findet die Saison 2025/26 ihr Ende – doch ein gemütlicher Kick ist deshalb längst nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Da noch mehrere wichtige Entscheidungen ausstehen, wird dieser Spieltag nochmal viel Spannung und Dramatik bringen, während es Tränen der Freude sowie der Trauer geben dürfte.
Keine Spannung herrscht mehr um die Vergabe der ersten drei Plätze. Der FC Bayern hat sich ein weiteres Mal die Meisterschaft gesichert. Borussia Dortmund darf sich Vizemeister nennen und RB Leipzig läuft als erster Verfolger der beiden ins Ziel und komplettiert so bereits vorzeitig das Podium.
Der Kampf um die europäischen Plätze
Inzwischen ist klar: Die Bundesliga hat gegenüber der spanischen La Liga den Kürzeren gezogen und den fünften Startplatz für die Champions League nicht bekommen. Somit bleibt es bei der standardmäßigen Aufteilung: Während Platz eins bis vier in die Königsklasse einziehen, qualifizieren sich fünf und sechs für die Europa League und der Siebtplatzierte kommt in die Qualifikationsphase für die Conference League.
Die Champions League und die Europa League
Drei der vier Startplätze für die Champions League sind bereits vergeben, doch der vierte Tabellenplatz ist noch umkämpft: Mit dem VfB Stuttgart, der TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen gibt es noch gleich drei Vereine, die sich diesen Rang und damit auch diesen Erfolg sichern möchten.
Die Ausgangslage ist eng und spannend zugleich, immerhin trägt das Trio nur Fernduelle aus. Stuttgart tritt bei Eintracht Frankfurt an, Hoffenheim muss bei Borussia Mönchengladbach überzeugen und Leverkusen hat den Hamburger SV zu Gast.
Die Ausgangslage vor dem 34. Spieltag
Tabellenplatz und Klub | Tordifferenz | Punkte |
|---|---|---|
4. VfB Stuttgart | 69:47 (+22) | 61 |
5. TSG Hoffenheim | 65:48 (+17) | 61 |
6. Bayer Leverkusen | 67:46 (+21) | 58 |
Die Conference League
Als Tabellensiebter und damit als Favorit geht der SC Freiburg im Rennen um die Qualifikationsphase für die Conference League in den finalen Spieltag – mit Eintracht Frankfurt und auch dem FC Augsburg direkt auf den Fersen.
Die Ausgangslage vor dem 34. Spieltag
Tabellenplatz und Klub | Tordifferenz | Punkte |
|---|---|---|
7. SC Freiburg | 47:56 (-9) | 44 |
8. Eintracht Frankfurt | 59:63 (-4) | 43 |
9. FC Augsburg | 45:57 (-12) | 43 |
Auch hier, bei den Duellen um den letzten Europa-Platz, gibt es kein direktes Duell untereinander. Freiburg empfängt RB Leipzig, Frankfurt muss daheim gegen Stuttgart bestehen und der FCA beendet die Saison bei Union Berlin.
An dieser Stelle braucht es aber einen zusätzlichen Einwurf, denn: Freiburg steht auch im Finale der Europa League. Sollte das Duell mit Aston Villa gewonnen werden, kann das noch einen Einfluss auf die Vergabe der internationalen Plätze haben.
In der groben Kurzform: Gewinnen die Breisgauer die Europa League, starten sie – unabhängig der Top vier – in der nächstjährigen Champions League. Sind sie in diesem Szenario noch auf Tabellenplatz sieben, entfällt der Platz für die Conference League komplett. Sind sie nur noch Achter oder gar Neunter, darf der Tabellensiebte wie gewohnt in der Qualifikationsphase der Conference League starten. Letzteres gilt auch für den Fall, dass die Breisgauer das EL-Finale nicht gewinnen. Auch dann bleibt es bei diesem Startplatz.
Dementsprechend wird, je nach Ausgang des finalen Liga-Spieltags am Samstag, noch das Finale der Europa League am 20. Mai abgewartet werden müssen. Immerhin kann das Resultat dann noch Folgen haben.
Der Kampf um den Klassenerhalt
Auch im Tabellenkeller ist am letzten Spieltag noch alles offen. Die besondere Ausgangslage: Mit dem VfL Wolfsburg, dem 1. FC Heidenheim und dem FC St. Pauli haben alle drei Mannschaften, die sich noch über die Relegation in der Bundesliga halten wollen, die gleiche Punktanzahl.
Die Ausgangslage vor dem 34. Spieltag
Tabellenplatz und Klub | Tordifferenz | Punkte |
|---|---|---|
16. VfL Wolfsburg | 42:68 (-26) | 26 |
17. Heidenheim | 41:70 (-29) | 26 |
18. St. Pauli | 28:57 (-29) | 26 |
Für umso mehr Spannung sorgen zwei Faktoren. Zum einen: St. Pauli und Wolfsburg treten direkt gegeneinander an und haben es somit in der eigenen Hand, sich über den jeweils anderen zu erheben. Zum anderen: Die jüngste Aufholaktion von Heidenheim hat dafür gesorgt, dass sie überraschenderweise doch noch eine Chance auf den Last-Minute-Klassenerhalt haben. Zuhause wird Mainz 05 empfangen.
Durch die Ausgangslage kann das Trio in noch jeder Konstellation aus dieser Saison herausgehen. Alle drei können die Relegation erreichen, alle drei können aber auch direkt in die 2. Bundesliga absteigen.
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