Lernt Dortmund aus dem Upamecano-Poker? BVB-Boss macht Druck auf Schlotterbeck
Von Leonard Schmidt

Mit dem Vertragspoker um Dayot Upamecano hat die Bundesliga über Monate bereits ein zähes Hin und Her erlebt. Immer neue Wasserstandsmeldungen, kolportierte Einigungen und verstrichene Fristen prägten die Debatte, ohne dass lange Zeit Bewegung in die Sache kam.
Beim BVB könnte sich nun ein ähnliches Szenario anbahnen. Nico Schlotterbeck steht noch bis 2027 unter Vertrag, zählt europaweit zu den wertvollsten und begehrtesten Innenverteidigern und wurde zuletzt immer wieder mit einem möglichen Abgang in Verbindung gebracht.
Dortmund braucht Sicherheit
Unbestritten ist, dass Schlotterbeck bei zahlreichen europäischen Topklubs auf dem Zettel stehen dürfte. Sollte es tatsächlich zu einem Wechsel kommen, wäre der Zeitpunkt entscheidend. Der BVB müsste frühzeitig Planungssicherheit haben, um entweder zu verlängern oder einen Verkauf zu marktgerechten Konditionen vorzubereiten.
Sportdirektor Sebastian Kehl fand dazu zuletzt deutliche Worte: "Ich bin ein Freund von Klarheit in allen Bereichen. Manchmal muss man sich gedulden, manchmal trifft man selbst Entscheidungen, in anderen Situationen ist man abhängig von der Gegenseite. Wir sind auf dem Gaspedal. Nico weiß, dass wir so schnell wie möglich eine Entscheidung wollen!"
Laut Informationen der Bild steht aktuell ein mögliches "XXL-Paket" im Raum, inklusive einer Ausstiegsklausel im Jahr 2027 über 60 Millionen Euro.
Anders handeln als die Bayern?
Gerade mit Blick auf den Upamecano-Fall kann der BVB aus Münchner Sicht Lehren ziehen. Dort hatte man den Verteidiger über lange Zeit umworben, mehrfach nachjustiert und der Spielerseite viel Handlungsspielraum gelassen - ohne frühzeitig eine klare Linie zu ziehen.
Viele Fans forderten dabei bereits Konsequenz: Entweder ein klares Bekenntnis oder eine saubere Trennung. Genau dieser Punkt ist nun auch in Dortmund entscheidend. So wichtig Schlotterbeck sportlich ist, ein monatelanger Poker ohne Grenze birgt Risiken.
Noch bleibt Zeit für eine Einigung. Spätestens bis zum Sommer muss jedoch Klarheit herrschen - andernfalls liegt es am BVB, selbst die Reißleine zu ziehen.
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