Mit 44 Treffern stellt Hertha BSC in der oberen Tabellenhälfte der 2. Bundesliga die schwächste Offensive - ein Grund, warum es mit der erhofften Rückkehr ins Oberhaus in dieser Saison nichts wird.
Fabian Reese ist der einzige Herthaner, der in der laufenden Saison zweistellig getroffen hat (zehnmal, davon vier Elfmeter). Ansonsten können nur Luca Schuler (acht Tore) und Marten Winkler (sechs Tore) auf eine halbwegs annehmbare Torquote schauen.
Sebastian Grönning, der in der vergangenen Saison der drittbeste Torschütze der 3. Liga war und anschließend zur Hertha gewechselt ist, bekommt hingegen seit Wochen keine Chance. Sein letzter (Kurz-)Einsatz datiert von Anfang März, zuletzt stand der Däne fünfmal in Folge gar nicht erst im Kader.
Stefan Leitl traut Grönning also nicht zu, seinem Team zu mehr Torgefahr zu verhelfen. Im Gegenteil. "Sebastian ist hinten dran, deshalb stand er zuletzt nicht im Kader", stellte der Trainer klar und ätzte: "Wir erwarten mehr an Leistung von ihm, auch im Training. Wir sind nicht zufrieden damit." Solche klaren Worte hört man in der Öffentlichkeit nur selten über einen eigenen Spieler.
Das Motiv dahinter ist klar: Leitl will seinen Schützling anstacheln, wählt Peitsche statt Zuckerbrot, um mehr von ihm zu bekommen. Vielleicht ja schon am Wochenende? "Durch die Sperren von Paul Seguin und Kennet Eichhorn sind zwei Kaderplätze frei. Mal sehen, wer diese bekommt", ließ Leitl offen.
In der laufenden Saison steht Grönning in 20 Pflichtspiel-Einsätze bei vier Toren. Seit Oktober hat er nicht mehr getroffen.
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