Der VfB Stuttgart hat einen klaren Plan für sein 19-jähriges Top-Talent Noah Darvich. Da die Tür zum Bundesliga-Kader unter Cheftrainer Sebastian Hoeneß aufgrund der enormen Konkurrenz aktuell noch versperrt ist, soll der offensive Mittelfeldspieler in der kommenden Saison 2026/27 verliehen werden.
An namhaften Interessenten mangelt es nicht: Neben des von Sky berichteten Interesses des SC Freiburg, seinem ehemaligen Ausbildungsverein, haben laut Bild-Informationen vor allem Werder Bremen und Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg ihre Fühler ausgestreckt.
Herausragende Leistungen in der U21
Dass Darvich das Potenzial für höhere Aufgaben besitzt, hat er in der abgelaufenen Spielzeit im Herrenbereich eindrucksvoll bewiesen. Der U17-Weltmeister von 2023, der im vergangenen Sommer vom FC Barcelona zurück nach Deutschland gewechselt war, lief für die zweite Mannschaft des VfB in der 3. Liga auf. Dort avancierte er prompt zum absoluten Leistungsträger und wurde offiziell als Newcomer der Saison ausgezeichnet. In 29 Einsätzen brachte er es auf 16 Torbeteiligungen.
Strenge Leih-Kriterien: Hürden bei Wolfsburg und Werder
Der Vertrag des U21-Nationalspielers am Neckar läuft noch langfristig bis 2029. Das primäre Ziel einer Leihe ist für den VfB daher klar definiert: Darvich muss bei seinem neuen Klub zwingend ausreichend Spielpraxis erhalten, um sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Genau bei diesem entscheidenden Kriterium stellen sich bei den beiden heißesten Interessenten jedoch berechtigte Fragen.
Beim VfL Wolfsburg herrscht nach dem schmerzhaften Abstieg in die 2. Bundesliga viel Ungewissheit. Dieter Hecking rückt wohl auf die Position des Geschäftsführers Sport auf, während die Besetzung des künftigen Cheftrainer-Postens noch völlig offen ist. Unter solch instabilen Voraussetzungen dürfte der VfB einem Wechsel nach Niedersachsen äußerst kritisch gegenüberstehen.
An der Weser droht Darvich hingegen ein massives Überangebot auf seiner Paradeposition. Bei Werder Bremen ist mit dem gesetzten WM-Fahrer Romano Schmid, dem ablösefreien Neuzugang Chuki von Real Valladolid sowie dem 10-Millionen-Einkauf Samuel Mbangula die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld riesig. Die Gefahr, dass das Stuttgarter Juwel in Bremen auf der Ersatzbank versauert, ist für die Planer aktuell wohl zu groß.
Die sportliche Führung des VfB steht nun vor der anspruchsvollen Aufgabe, gemeinsam mit der Spielerseite einen Leih-Klub zu finden, der dem 19-Jährigen das dringend benötigte Vertrauen und die Spielzeit für den nächsten Karriereschritt uneingeschränkt bieten kann.
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