Leih-Rückkehr nach Monaco oder Leverkusen-Verbleib? Ben-Seghir-Entscheidung gefallen

Nach wochenlangem Hin und Her ist klar: Ben Seghir bleibt in Leverkusen. Die Werkself hofft weiter auf seinen Durchbruch.
Sommerneuzugang Ben Seghir bleibt vorerst in Leverkusen
Sommerneuzugang Ben Seghir bleibt vorerst in Leverkusen / picture alliance/GettyImages
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Die Entscheidung über die Zukunft von Eliesse Ben Seghir ist offenbar gefallen. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist eine Leih-Rückkehr des jungen Flügelspielers zur AS Monaco vom Tisch. Weitere Wechseloptionen standen ohnehin nicht im Raum: Aufgrund der FIFA-Regularien darf Ben Seghir in einer Saison nur für zwei Vereine in Pflichtspielen auflaufen. Aufgrund seines späten Sommer-Wechsels stand er bereits für Monaco und Bayer Leverkusen auf dem Platz.

Der 20-Jährige sucht mehr Spielpraxis, soll jedoch versuchen, diese in Leverkusen zu erhalten. Derzeit fällt Ben Seghir mit einer Sprunggelenksverletzung aus, perspektivisch planen die Rheinländer aber fest mit ihm.

Enttäuschende erste Saisonhälfte – Ben Seghir steht unter Zugzwang

Der Marokkaner war im vergangenen Sommer für rund 32 Millionen Euro von der AS Monaco zur Werkself gewechselt und galt als einer der Königstransfers. Er sollte perspektivisch in die Fußstapfen von Florian Wirtz treten. Doch der Start verlief ganz anders als erwartet: In der laufenden Saison kommt Ben Seghir lediglich auf 14 Pflichtspieleinsätze, keinen davon über die volle Distanz. Eine Torbeteiligung gelang ihm bislang nicht, sein großes Potenzial blitzte nur in Momenten auf.

Für die Rückrunde lautet die Erwartung intern daher klar: Der 20-Jährige muss einen deutlichen Schritt nach vorn machen. Nicht ohne Grund gab Leverkusen Talent Claudio Echeverri frühzeitig an Girona ab – ein Signal, dass man Ben Seghir mehr Verantwortung und Spielzeit zutraut. Diese Chance muss der Offensivspieler nun nutzen, um nicht früh als kostspieliger Fehltransfer abgestempelt zu werden.

Verletzungspech als Ursache?

Aktuell fällt Ben Seghir erneut verletzt aus. Eine Sprunggelenksverletzung, die er sich im Abschlusstraining der marokkanischen Nationalmannschaft vor dem Afrika-Cup-Finale zuzog, zwingt ihn zu mehreren Wochen Pause. Neben Edmond Tapsoba ist er bereits der zweite Leverkusener Profi, der angeschlagen von dem Turnier zurückkehrt.

Nach übereinstimmenden Medienberichten sind Ben Seghirs schwankende Leistungen in der Hinrunde jedoch auch durch körperliche Probleme erklärbar. Demnach soll der flinke Flügelspieler schon im Sommer mit leichten Schambeinbeschwerden nach Leverkusen gekommen sein – eine Verletzung, die äußerst hartnäckig sein kann. Ein ähnliches Problem hatte DFB-Star Leroy Sané im Frühjahr 2024. Auch er spielte danach eine durchwachsene Rückrunde beim FC Bayern München und erlebte anschließend eine enttäuschende Heim-EM.

Eliesse Ben Seghir hofft nach anhaltender Verletzungssorgen auf eine starke Rückrunde
Eliesse Ben Seghir hofft nach anhaltender Verletzungssorgen auf eine starke Rückrunde / SOPA Images/GettyImages

Für Ben Seghir bedeutet das: Erst eine vollständige Genesung kann den Weg zu seinem eigentlichen Leistungsniveau freimachen. Gelingt es ihm, seine Verletzungen nachhaltig auszukurieren, könnte der 20-Jährige der zuletzt strauchelnden Werkself im Frühjahr noch wertvolle Impulse geben und vielleicht doch noch in dieser Saison seinen Durchbruch schaffen.


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