Am Mittwoch feierte der FC Arsenal den Einzug ins Champions-League-Halbfinale – der Kontrast zum parallel ausgetragenen Spiel zwischen Real Madrid und Bayern München hätte jedoch größer nicht sein können.
Wo die Königlichen und der deutsche Rekordmeister die Fans mit einem Offensivspekatkel begeisterten, trennten sich die Gunners und Sporting Lissabon 0:0. Somit reichte Arsenal das Tor von Kai Havertz aus dem Hinspiel, um eine Runde weiterzukommen.
Im Anschluss wurden wieder einmal Stimmen laut, die den Spielstil der Gunners kritisierten. Dieser ist sehr auf Standards zugeschnitten, aus dem Spiel erzeugt Arsenal hingegen kaum Gefahr. Mittelfeldspieler Declan Rice hat zu den Vorwürfen eine klare Meinung.
Rice mit deutlicher Ansage an die Kritiker
"Was kümmert es uns, was andere denken? Wichtig ist nur, was diese Mannschaft denkt, was dieser Trainer denkt", entgegnete der 25-Jährige auf die Frage bei TNT, ob dieser Abend ob der wenigen Chancen frustrierend gewesen sei.
Auch Trainer Mikel Arteta reagierte scharf auf die erneuten Vorwürfe. "Worüber reden wir eigentlich? Genießt doch einfach, wo wir als Verein stehen. Wenn jemand das nicht möchte, ist das auch okay, wir genießen es sehr", erklärte der 39-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und ergänzte: "Wir gehen Schritte, die in diesem Klub seit 140 Jahren nicht gemacht wurden. Jetzt warten zwei magische Nächte (gegen Atlético, Anm. d. Red). Das Duell ist völlig offen."
Arteta bleibt seiner Linie treu
Arteta musste sich in dieser Saison bereits häufig Kritik für seine unattraktive Spielweise anhören, Brighton-Trainer Fabian Hürzeler sagte nach der 0:1-Niederlage seiner Seagulls, dass Arsenals Spiel "mit Fußball nichts zu tun habe".
Der Spanier will an seinem Stil allerdings nichts ändern. Schließlich würde ihm der Erfolg Recht geben, sagte er: "Es gibt einen Grund, warum wir das einzige englische Team im Wettbewerb sind, denn diese Liga und dieser Spielplan zehren an einem. Es ist wahnsinnig schwierig, das zu erreichen, was wir geschafft haben."
Dennoch dürfte die Kritik an der Spielweise nicht verstummen – erst Recht, wenn Arsenal es schafft, nach dem FA Cup und dem Ligapokal auch noch die Meisterschaft und den Champions-League-Titel zu verspielen.
