Der Platzverweis von Rocco Reitz war nicht die einzige personelle Hiobsbotschaft, die Borussia Mönchengladbach bei der 1:4-Niederlage am Freitagabend gegen den FC Bayern München ereilte.
Das Verletzungspech schlug bei den Fohlen nämlich gleich doppelt zu. Neben Winter-Neuzugang Hugo Bolin meldete sich auch Mittelfeld-Motor Jens Castrop in der 67. Spielminute ab und musste angeschlagen ausgewechselt werden.
Die Angst bei den Fohlen war groß, dass sie im Sechs-Punkte-Spiel gegen den FC St. Pauli am Freitag auf den flexiblen Mittelfeldspieler verzichten müssen, der gegen Union Berlin und Bayern als linker Schienenspieler geglänzt hatte. Doch Trainer Eugen Polanski konnte zumindest etwas Entwarnung geben.
Castrop doch fit?
Der 39-Jährige erklärte, ein Einsatz des 22-Jährigen im Abstiegskrimi sei "Stand jetzt nicht gefährdet". Diese Befürchtungen waren aufgekommen, nachdem Castrop am Anfang der Woche nicht auf dem Trainingsplatz stand. Dabei handelte es sich laut Polanski jedoch um eine "reine Vorsichtsmaßnahme".
Es sieht also alles danach aus, als könne Castrop im wichtigen Heimspiel gegen die Kiezkicker mitwirken – ganz im Gegensatz zu Kota Takai. Der Innenverteidiger, der bereits die letzten zwei Spiele wegen muskulärer Probleme verpasste, wird wohl auch das Spiel gegen die Hanseaten verpassen. Die Zeit, um den Trainingsrückstand aufzuholen, sei einfach zu knapp.
X-Faktor Ngoumou?
Fortschritte macht hingegen Nathan Ngoumou. Der Franzose, der in der letzten Woche zum ersten Mal nach seinem Achillessehnenriss im April 2025 wieder mit der Mannschaft trainiert hatte, erreicht weiterhin kleine Meilensteine. Vom Spieltagsbetrieb ist er allerdings noch ein gutes Stück entfernt.
Nichtsdestotrotz lobt Polanski: "Er hat schon sehr gute Sachen mit dem Ball gemacht. Er ist schmerzfrei und man sieht ihn lächeln. Das ist sehr positiv." Vielleicht wird der Franzose im Saisonendspurt also noch zu einer Option für die Fohlen.
