Kwasniok wird deutlich: Wie es mit Martel jetzt weitergeht
Von Leonard Schmidt

18 Startelfeinsätze in Serie, dann die Auswechslung zur Halbzeit, anschließend ein Platz auf der Bank. So lässt sich der aktuelle Saisonverlauf von Kölns Eric Martel zusammenfassen. Nachdem der 23-Jährige lange als stabiler Bestandteil des Kaders galt, folgten zuletzt zwei auffällige Trainerentscheidungen.
Den Anfang machte eine schwache erste Halbzeit gegen Mainz 05, nach der für den Kölner Dauerbrenner bereits zur Pause Schluss war. Im darauffolgenden Spiel gegen Freiburg kam Martel erst in der 77. Minute auf den Platz. Damit stand er erstmals seit März 2024 nicht mehr in der Startelf.
"Es verändert die Statik"
Ersetzt wurde Martel durch Neuzugang Tom Krauß. Dieser hinterließ bereits gegen Bayern über 90 Minuten sowie in den Partien gegen Mainz und Freiburg einen soliden Eindruck. Trainer Lukas Kwasniok erklärte seine Entscheidung und ging dabei offen auf die neue Situation ein.
"Auch für mich ist das eine neue Situation. Es verändert die Statik, wenn wir einen Kopfballspieler weniger haben. In Freiburg standen wir trotzdem stabil", wird er von der Bild zitiert. "Tom tut uns mit seinem Tempo als Antreiber sehr gut und solange er so performt, wie er das gerade macht, gilt, dass es Eric leider trifft, wenn ich neben Tom noch einen kreativeren Sechser brauche. Wenn ich mich dazu entschließe, zwei eher defensivere Sechser zu nehmen, ist Eric am Start."
Wie ist der Weg zurück in die Startelf?
Für Martel bedeutet das nun, sowohl im Training als auch auf dem Platz zu zeigen, dass er die bessere Option für die defensive Mittelfeldrolle ist. Kwasniok sieht den Mittelfeldspieler weiterhin als wichtigen Faktor und rechnet mit einer Leistungssteigerung.
"Er muss lernen mit der Situation umzugehen. Ich auch. Aber das werden wir gemeinsam hinkriegen. Wir werden auch dafür bezahlt, Entscheidungen zu treffen und zu akzeptieren und zu liefern. Das hat er in Freiburg. Und ich habe auch im Training das Gefühl, dass er mit sehr viel Energie dagegen ankämpft. Das ist genau die Reaktion, die man von einem Spieler sehen will."
Sollte Kwasniok bis zum Spiel gegen Wolfsburg am Freitag bei dieser Einschätzung bleiben, müsste Martel auf eine defensiv ausgerichtete Doppelsechs oder sogar auf einen Einsatz in der Abwehr hoffen. Andernfalls dürfte erneut Tom Krauß den Vorzug erhalten.
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