Kwasniok schmeißt Köln-Star aus dem Kader - Hammer zum Restart
Von Franz Krafczyk

Nach dem Jahreswechsel soll beim 1. FC Köln wieder alles besser werden: Nachdem der Bundesliga-Aufsteiger im Herbst spürbar nachgelassen hat und inzwischen seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet, steht am Samstag (15:30 Uhr) nun das Duell beim Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim an.
Im Vorfeld der Partie hat Trainer Lukas Kwasniok für eine Überraschung gesorgt: Wie Sky Sport berichtet, wurde Luca Waldschmidt aus dem Kader gestrichen.
Auch wenn der 29-Jährige in der laufenden Saison erst fünfmal in der Startelf stand, war Waldschmidt unter Kwasniok immer Teil des Kaders, sofern er verfügbar war. Mit drei Toren und zwei Vorlagen zählt er außerdem zu den torgefährlicheren Spielern der Geißböcke.
Nachdem Kwasniok zuletzt noch das Zusammenspiel zwischen Waldschmidt und Said El Mala lobte, sorgt die Entscheidung nun offenbar auch innerhalb der Mannschaft für Verwunderung.
Sorgte ein Interview von Waldschmidt für die Degradierung?
Möglicher Grund für die unpopuläre Entscheidung waren die Aussagen des früheren Nationalspielers, die er unter der Woche im Gespräch mit dem Express traf. "Nein, definitiv nicht, wenn man die reine Minutenzahl sieht", antwortete Waldschmidt auf die Frage, ob er mit seinen Einsatzzeiten unter Kwasniok zufrieden sei.
"Das ist deutlich zu wenig. Trotzdem versuche ich weiterhin, meine Stärken einzubringen, wenn ich auf dem Platz stehe. Das ist mir in meinen Augen bisher sehr ordentlich gelungen, wenn ich mir meine Statistiken angucke. Alle 74 Minuten ein Tor oder Assist ist nicht so schlecht", so Waldschmidt, für den die Entscheidungen des Trainerteams "manchmal schwer zu begreifen" seien.
In einem gemeinsamen Gespräch, an dem offenbar auch Sportdirektor Thomas Kessler teilnahm, soll Kwasniok dem Angreifer die Entscheidung mitgeteilt haben. Auslöser der Degradierung soll allerdings nicht zwingend Waldschmidts Interview, sondern eine Meinungsverschiedenheit über das allgemeine Rollenverständnis des Spielers gewesen sein.
Wie auch der Express bereits berichtete, droht Kwasniok langsam, die Kabine zu verlieren. Ein Sieg in Heidenheim wäre daher umso wichtiger, um das kleine Feuer in der Domstadt schnell wieder im Keim zu ersticken.
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