Nach dem starken Saisonstart, bei dem der ein oder andere Fan des 1. FC Köln vielleicht heimlich von Europa geträumt hat, ist der Effzeh mittlerweile sehr hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Mittlerweile stehen die Domstädter nur noch einen Zähler vor dem FC St. Pauli auf Platz 15.
Aus den letzten 17 Spielen gab es nur zwei Siege und ausgerechnet jetzt empfangen die Kölner auch noch den großen Rivalen Borussia Mönchengladbach zum Rheinderby. Es steht also enorm viel auf dem Spiel – auch für Trainer Lukas Kwasniok.
Der 44-Jährige ist längst nicht mehr unumstritten beim Aufsteiger, nahezu wöchentlich gibt es Gerüchte um eine vorzeitige Entlassung. Laut der Bild ist Kwasniok endgültig weg, sollte er das Derby nicht gewinnen. Sky berichtet dagegen, dass zwar ein Aus drohe, es aber vor allem auf die Art und Weise gegen Gladbach ankomme. Spielt die Mannschaft gut und holt nur einen Punkt, könnte Kwasniok seinen Job womöglich doch behalten.
Kwasniok widerspricht
Darauf angesprochen, widerspricht der Trainer vehement. "Diese Ansage gab es nie! Die hat es auch diese Woche nicht gegeben. Ich habe sehr wohl gewusst, worauf ich mich hier beim 1. FC Köln eingelassen habe", sagt Kwasniok und dementiert damit eine Rauswurf-Ansage. Und weiter: "Wenn du aus der 2. Liga mit dem 1. FC Köln aufsteigst, dann spielst du immer um den Klassenerhalt und gegen den Abstieg. Und wir sind mittendrin, statt nur dabei."
Nichtsdestotrotz ist der Druck für Kwasniok enorm. Sportvorstand Thomas Kessler sagte nach dem 1:1 im Aufsteiger-Duell gegen den Hamburger SV: "Wir sind einen kleinen Schritt nach vorne gekommen. Jetzt geht es darum, einen großen zu machen. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir auch mal wieder ein Fußballspiel gewinnen müssen."
Heißt übersetzt: Es müssen mal wieder drei Punkte her. Ansonsten könnte es für Kwasniok eng werden.
Wird Kwasnioks Traum wahr?
Der gibt sich allerdings weiterhin kämpferisch: "Wir lassen uns nicht von Ergebnissen, sondern von unserer Art und Weise Fußball zu spielen beeinflussen. Die Jungs marschieren und geben ihr letztes Hemd. Ich hoffe man spürt, dass das der Trainer auch tut. Dass ich hier um die Möglichkeit, dauerhaft Trainer beim 1. FC Köln bleiben zu können, kämpfe und alles dafür tue. Das ist der Weg, um erfolgreich zu sein."
Dabei skizziert er auch sein Idealszenario: "Ich habe vor Augen, dass wir am 33. Spieltag den Klassenerhalt feiern." Doch dafür braucht er erstmal einen Sieg im Derby.
