Auch wenn der Transfersommer bei Borussia Dortmund etwas langsam angelaufen ist, so gibt es wohl keine Diskussion darüber, dass sich der Verein aus dem Ruhrgebiet zurzeit einen spannenden Kader zusammenstellt. Niko Kovac wird sich kaum über fehlende Spielerprofile beklagen können, wenn der erste Spieltag vor der Tür steht.
Anscheinend gibt sich der BVB auch intern sehr viel Mühe, damit das Transfergeschäft positiv verläuft. Teure Flops, die viel Geld kosten, aber zugleich keinen spielerischen und finanziellen Mehrwert bieten, sollen soweit wie möglich vermieden werden. Anhand des Negativbeispiels von Yan Couto (rund 25 Millionen Euro wurden für ihn gezahlt) macht die WAZ nun deutlich, wie die Verantwortlichen zusammen planen.
Triumvirat mit Vetorecht: Kovac, Book und Ricken wollen übereinstimmen
Demnach laufen die Transferplanungen zwischen Kovac, Ole Book und Lars Ricken ähnlich ab, wie es zur erfolgreichen Zeit unter dem Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt auch der Fall war. So eng sich damals Kovac mit Bruno Hübner und Fredi Bobic austauschte, so ist es nun in Dortmund der Fall.
Dabei scheint es auch ein sogenanntes Vetorecht zu geben, das jeder aus dem BVB-Trio in den gemeinsamen Transferfragen hat. Mit Carsten Cramer ist zwar auch der Geschäftsführer etwas mehr in dieser Thematik involviert, doch primär läuft es auf Kovac, Book und Ricken hinaus.
Kurzum: Ein Spieler wird dann verpflichtet, wenn sie alle von diesem Vorhaben überzeugt sind. Das stärkt nicht nur die interne Überzeugung, sondern vermeidet auch ein späteres Fingerzeigen und Schuldzuschieben. Darüber hinaus sollen weniger Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, wenn diese noch geheim bleiben sollten.
Wo liegt also der Unterschied zu den vorigen Jahren, insbesondere am Beispiel Couto? Damals soll es insbesondere Nuri Sahin gewesen sein, der den Außenverteidiger unbedingt in seiner Mannschaft haben wollte. Offenbar als Dirigent für den Spielaufbau, so die WAZ weiter. Dadurch, dass Sahin nur etwas mehr als ein halbes Jahr später schon wieder weg war, blieb sein Wunschspieler, von dem andere vielleicht nicht ganz so überzeugt waren, jedoch unter Vertrag. Ein Szenario, das in der Form auch ungeachtet vom jeweiligen Spieler und dessen Rolle, so nicht mehr vorkommen soll.
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