Es ist doch schon etwas länger her, als sich bei Borussia Mönchengladbach ein Eigengewächs so sehr in den Fokus gespielt hat, wie es bei Wael Mohya der Fall ist. Mit seinen erst 17 Jahren gilt der Offensivspieler schon als Hoffnungsträger. Bestenfalls, so eben jene Hoffnung, soll er dem Verein erst sportlich und irgendwann auch finanziell helfen.
Das Portal transfermarkt hat seinen Marktwert zum vergangenen Mai auf satte 17 Millionen Euro geschätzt. Ein großer Sprung, nach bislang erst 17 Profi-Einsätzen, in denen er zwei Treffer erzielen und ein weiteres Tor direkt vorbereiten konnte.
"Klingt schon ein bisschen crazy, aber ist auch irgendwie ein Push für mich", reagierte Mohya im Interview mit der Bild sehr offen auf diese Marktwert-Schätzung. Er werde "weiter Vollgas" geben, versprach er dabei. Wichtig sei für seinen Einstieg in den Profifußball keinen Kopf zu machen und "ganz bei mir" zu bleiben. "Es war natürlich schwer für einen jungen Spieler wie mich, in der Situation Einsatzminuten zu bekommen. Aber es sind ja doch noch einige Spiele geworden", zeigte er sich mit den bisherigen Entwicklungen ganz zufrieden.

Auch finanziell ist der Profi-Einstieg eine große Entwicklung – doch Mohya kennt sein Gehalt gar nicht
Auf die Frage, was er sich von seinem ersten Profigehalt gekauft habe, verriet Mohya mit einem Lächeln: "Wir sind mit der Familie essen gegangen. Da kam aber auch der zarte Hinweis von Papa, dass ich heute auch mal zahlen kann."
Bis zu seinem 18. Geburtstag, den er erst zum 31. Dezember feiern wird, spielt er zwar noch unter einem Jugendvertrag. Dieser ist aber natürlich zum vergangenen Sommer angepasst worden, was den Verdienst angeht. Umso kurioser: Mohya beschäftigt sich damit offenbar kein bisschen. "Überhaupt nicht", antwortete er auf die Nachfrage, ob er seinen aktuellen Kontostand wisse. Und weiter: "Ich weiß tatsächlich nicht mal, was ich bei Gladbach verdiene."
Seine Erklärung dazu: "Null [Ahnung], meine Eltern machen das schon alles. Ich bekomme ein monatliches Taschengeld, mit dem ich prima klarkomme." Das dürfte sich dann aber sicherlich ändern, wenn er zum Jahresende seinen ersten richtigen Profivertrag unterschreiben wird.
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