Kritik am Schiedsrichter? Schlotterbeck äußert sich zur Roten Karte

Nico Schlotterbeck hat sich kurz nach dem Ausscheiden vom BVB über seine Rote Karte geäußert – und dabei den Schiedsrichter durch die Blume kritisiert.
Nico Schlotterbeck sah in Atalanta in der Nachspielzeit die rote Karte
Nico Schlotterbeck sah in Atalanta in der Nachspielzeit die rote Karte / Hendrik Deckers/GettyImages
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Es war ein Schock. Als Lamar Samardzic den Ball in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 4:1 für Atalanta Bergamo in den rechten Torwinkel jagte, war sie vorbei, die Champions-League-Saison für Borussia Dortmund.

Der Elfmeter resultierte dabei aus einem Fehlpass von Gregor Kobel sowie einem zu hohen Bein von Ramy Bensebaini, der seinen Gegenspieler dadurch mit der Hacke im Gesicht traf. Die Szene wurde minutenlang vom VAR gecheckt, sodass die Gemüter bei beiden Teams ordentlich hochkochten.

Eine fragwürdige Entscheidung

"Warum ich dafür die Rote Karte gesehen habe, konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären."

Nico Schlotterbeck (Instagram)

Nico Schlotterbeck sah auf Dortmunder Seite die Rote Karte – und das, obwohl er nur auf der Ersatzbank saß. Kurze Zeit nach dem Spiel meldete sich der Nationalspieler auf Instagram zu Wort und bezog Stellung zum Platzverweis.

"Zu der Situation möchte ich aber kurz etwas klarstellen: Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles. Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendetwas", schrieb der 26-Jährige.

Schlotterbeck ergänzt: "Warum ich dafür die rote Karte gesehen habe, konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären."

Schlotterbecks Story auf Instagram
Schlotterbecks Story auf Instagram / IG/nico.schlotterbeck

Eine verdiente Niederlage

Trotz diesem, aus Schlotterbecks ungerechtfertigtem Platzverweis, ist das Weiterkommen von Atalanta verdient. Die Bergamasken spielten schönen Offensivfußball und hatten zudem das Glück des Tüchtigen.

Am Ende hatte der Tabellensiebte der Serie A mehr als doppelt so viele Schüsse wie der BVB (15 zu 7), deutlich mehr xGoals (2,94 zu 0,93) und wirkte das gesamte Spiel über frischer und wacher als die Schwarz-Gelben.

Das sah auch Sportdirektor Sebastian Kehl so: "Es war über das ganze Spiel hinweg in vielen Phasen eine sehr schwache Leistung von uns. Wir sind verdient in Rückstand geraten, haben uns in gewissen Phasen wieder gefangen, aber hier vier Gegentore zu kassieren, ist einfach deutlich zu viel."


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