Skip to main content

Krasses Blitz-Aus bei der WM: Nächster Nationaltrainer wirft hin!

Nach prominenten Abgängen hat nun der nächste Coach seine Konsequenzen aus dem vorzeitigen Turnier-Aus gezogen – und das nach einer historisch kurzen Amtszeit von nicht einmal drei Wochen.
Nach nur zwei absolvierten Spielen an der Seitenlinie ist das nächste WM-Kapitel für ihn bereits wieder geschlossen: Hervé Renard
Nach nur zwei absolvierten Spielen an der Seitenlinie ist das nächste WM-Kapitel für ihn bereits wieder geschlossen: Hervé Renard | Icon Sportswire/GettyImages

Das Abenteuer Weltmeisterschaft ist für den nächsten renommierten Übungsleiter beendet. Nach prominenten Namen wie Julian Nagelsmann beim DFB, dem niederländischen Bondscoach Ronald Koeman und dem Tschechen Miroslav Koubek reiht sich nun auch der französische Star-Trainer Hervé Renard in die Liste der geschassten oder zurückgetretenen WM-Trainer ein.

Der 57-Jährige, der im Weltfußball vor allem für seine markanten weißen Hemden an der Seitenlinie bekannt ist, zog nach einem extrem kurzen Intermezzo bei der tunesischen Nationalmannschaft die Reißleine. Über seinen Instagram-Kanal verkündete er nach gerade einmal 18 Tagen im Amt das Ende seiner Zeit bei den Nordafrikanern.

Ein Himmelfahrtskommando ohne Happy End

Renards Zeit bei den Adlern von Karthago glich von Beginn an einer absoluten „"Mission Impossible“. Erst am 16. Juni, mitten in der laufenden WM-Gruppenphase, wurde er als Feuerwehrmann vom tunesischen Verband installiert. Sein Vorgänger Sabri Lamouchi musste nach einer desaströsen 1:5-Auftaktklatsche gegen Schweden nach nur fünf absolvierten Länderspielen seinen Hut nehmen. Der Verband erhoffte sich durch den Trainerwechsel einen sofortigen Impuls für die verbleibenden Gruppenspiele.

Doch auch der erfahrene Renard konnte das Ruder auf die Schnelle nicht mehr herumreißen. Gegen die Niederlande setzte es für Tunesien eine 1:3-Niederlage, gefolgt von einem heftigen 0:4 gegen Japan. Ohne einen einzigen Punkt und nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden in der Vorrunde zog der Franzose nun einen Schlussstrich. In seiner kurzen Stellungnahme betonte Renard, dass sein Abenteuer an dieser Stelle ende. Er bedankte sich beim tunesischen Verband für die Möglichkeit und die Ehre, die Farben des Landes auf der größten Fußballbühne vertreten zu dürfen. Sein Vertrag war ohnehin nur bis zum Ende der Weltmeisterschaft datiert, eine ursprünglich in den Raum gestellte Verlängerung für ein längerfristiges Projekt kam nun erwartungsgemäß nicht mehr zustande.

Die Rückkehr auf den afrikanischen Thron?

Trotz des kurzen und erfolglosen Engagements in Tunesien zieht es Renard offenbar nicht weg von dem Kontinent, auf dem er historisch seine größten Erfolge feierte. Der Franzose schaffte es als erster Trainer überhaupt, den Afrika-Cup mit zwei verschiedenen Nationen zu gewinnen – 2012 sensationell mit Sambia und 2015 mit der Elfenbeinküste. Nach weiteren Stationen bei Marokko, einem Mega-Überraschungssieg mit Saudi-Arabien gegen Argentinien bei der WM 2022 und einem Ausflug zur französischen Frauen-Nationalmannschaft scheint sein Herz immer noch für Afrika zu schlagen.

Er habe den Kontinent in den vergangenen sechs Jahren seiner Abwesenheit sehr vermisst, erklärte Renard und stellte klar, dass er sich eine Zukunft im afrikanischen Fußball sehr gut vorstellen könne. Ein neuer Arbeitgeber könnte sich dabei bereits abzeichnen. Einem Bericht des kickers zufolge wird Renard heiß als potenzieller Nachfolger von Vladimir Petkovic gehandelt, der bei der algerischen Nationalmannschaft nach enttäuschenden Resultaten offenbar kurz vor dem Aus steht.


Mehr News zur WM 2026 lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu