Bei Borussia Mönchengladbach gibt es in dieser Saison nicht viel, an dem man sich erfreuen kann. Einer der wenigen Lichtblicke ist Wael Mohya, der sich in den vergangenen Wochen immer mehr in den Blickpunkt spielen und auch schon zwei Treffer erzielen konnte. Der 17-Jährige ist einer der großen Hoffnungsträger für eine freundlichere Zukunft am Niederrhein.
Auch Christoph Kramer ist von Mohya begeistert und findet ihn einfach "super", wie er im Podcast 'Copa TS' verkündete. Dabei geht es nicht nur um die sportlichen Qualitäten des Yougsters. Vielmehr sei Mohya auch "unfassbar gut erzogen" und bringe die richtige Balance "zwischen demütig und frech" mit.
Mohya lässt zu viel Energie bei Defensivarbeit
Ein großes Manko erkennt Kramer bei Mohya jedoch. Wobei das Manko weniger beim Flügelspieler, sondern vielmehr beim Spielstil der Borussia liegt: Es sei schade, dass Mohya "so viele Körner" verschenke, da er bei den Fohlen zu oft dem Ball hinterherlaufen muss. "Der Junge braucht so viel den Ball", meinte Kramer.
"Ich glaube nach wie vor, dass Gladbach eine Mannschaft mit vielen Spielertypen hat, die den Ball brauchen. Mohya gehört auch dazu. Aber die verbraten Körner um Körner, weil die dem Ball immer 50 Meter hinterherlaufen. Was der Mohya auch für Wege rausmachen muss...", seufzte der Ex-Profi.
Als Flügelspieler beim FC Bayern könne man sich vielmehr auf das Spiel mit den Ball fokussieren, so Kramer, und sei ausgeruhter für die entscheidenden Aktionen. Mohya hingegen müsse viel mehr sprinten und arbeiten. "Dann kriegst du den Ball und gehst ins Eins gegen Eins mit einem Puls von 195 - das ist ein anderes Fußballspiel", belehrte Kramer. "Du kommst dann in so eine Art Teufelskreis, wenn du nie den Ball hast, gerade Spieler, die viel den Ball haben wollen."
Heißt also auch: Mohya könnte noch so viel besser sein, wenn er in der richtigen Mannschaft spielen würde.
