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Kovac verteidigt Schlotterbeck – mit einem 'Aber'

Für BVB-Trainer Niko Kovac waren die Vertrags-Aussagen von Nico Schlotterbeck dessen "absolutes Recht". Allerdings empfand er eine Formulierung als "unglücklich".
Nico Schlotterbeck und Niko Kovac
Nico Schlotterbeck und Niko Kovac | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Nur einmal in der Historie der Bundesliga war ein Tabellenzweiter nach 27 Spieltagen besser als Borussia Dortmund 2025/26 – und zwar der BVB selbst vor zehn Jahren, als man zu diesem Saison-Zeitpunkt 64 Punkte auf dem Konto hatte.

Die Schwarzgelben steuern auf die zehnte Vize-Meisterschaft zu. Allein sieben Mal seit der Saison 12/13 landet man wohl auf Rang zwei und hinter den Bayern. Mit dem Rekordmeister wird Dortmund ab Sommer auch gemeinsam "Rekord-Vize-Meister" sein.

Satte 23 Punkte mehr auf dem Konto hat die Borussia im Vergleich zum selben Zeitpunkt der Vorsaison.

Und dennoch ist man in Dortmund nicht wirklich zufrieden mit der laufenden Spielzeit. Damit leben, dass an den übermächtigen Bayern in der Bundesliga kein Vorbeikommen ist, kann man wohl schon. Weniger aber mit dem Playoff-Aus in der Champions League und dem frühen Ausscheiden im DFB-Pokal. Auf einen weiteren Titel wird der BVB definitiv weiter warten müssen.

Schlotterbeck-Dementi sorgt für Unruhe

Damit das in Zukunft wieder gelingt, soll ein "neuer, mutiger BVB" aufgebaut werden. So wurde es bei der Vorstellung von Ole Book als Kehl-Nachfolger von den Klub-Bossen verlautbart. Der Ex-Sportdirektor hatte zuvor noch die Vertragsverlängerung mit Felix Nmecha eingetütet, bei Nico Schlotterbeck – der zweiten wichtigen Säule – hatte die Zeit offenbar nicht mehr gereicht. Nach dem überraschend schnellen Kehl-Aus ließ dieser nun beim Nationalteam mehr als nur aufhorchen. Zuvor hatten die großen deutschen Medien übereinstimmend berichtet, dass Schlotterbecks Verlängerung unmittelbar bevorstehe.

Den Kehl-Abschied schob Schlotterbeck nun als Grund für eine "andere Situation" vor. Weshalb längst noch nichts entschieden sei. Der Vertragspoker geht in die nächste Runde und muss jetzt von Book geführt werden.

Kovac verteidigt Schlotterbeck...

"Schlotti hat das absolute Recht, das klarzustellen."
Niko Kovac

Trainer Niko Kovac wurde auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel beim Tabellendritten VfB Stuttgart am Samstagabend (18:30 Uhr) natürlich zur Schlotterbeck-Caus befragt. "Schlotti hat das absolute Recht, das klarzustellen", betonte Kovac.

"Denn man kann nicht irgendetwas behaupten, was nicht stimmt. Diejenigen, die das publiziert haben, werden nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern Schlotti muss sich dann erklären. Und er hat nichts falsch gemacht, sondern lediglich gesagt, dass etwas erklärt wurde, was überhaupt nicht der Wahrheit entspricht – sondern einer Lüge", führte der BVB-Trainer aus.

...sieht aber eine "unglückliche" Formulierung

Eine unglückliche Formulierung von Schlotterbeck sah er dennoch: Kovac empfand es als "unglücklich, dass der Name Sebastian Kehl gefallen ist. Man spricht ja mit dem BVB, das wollte Schlotti, denke ich, sagen. Jetzt spricht er mit Ole, aber das ist ja der BVB. Von daher war das unglücklich."

Ob man dabei aber wirklch von einer "unglücklichen Formulierung" bei Schlotterbeck sprechen konnte, ist eine fragliche Interpretation. Anders als Kovac glaubt, dürfte Schlotterbeck bewusst den Namen des Ex-Sportdirektors als Verhandlungspartner genannt haben.

So oder so bleibt Kovac in Sachen Schlotterbeck-Verlängerung optimistisch: "Ich bin sehr positiv und bleibe positiv. Das ist ein richtig guter Spieler, den wir brauchen und den wir alle lieben – ich persönlich auch."

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