Kovac-Update zu Schlotterbeck & Süle - BVB-Coach nennt Lösungen für Abwehr-Puzzle
Von Simon Zimmermann

Die Personaldecke in Dortmunds Hintermannschaft war ohnehin nicht besonders dick. Vor dem Playoff-Hinspiel in der Champions League gegen Atalanta ist sie ausgefranst. Abwehrchef Nico Schlotterbeck und Innenverteidiger-Kollege Niklas Süle fallen jetzt auch noch aus. Youngster Filippo Mane und Kapitän Emre Can komplettieren das verletzte Innenverteidiger-Quartett.
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BVB-Coach Niko Kovac hat in Waldemar Anton und Ramy Bensebaini nur noch zwei Spezialisten für die Dreierkette zur Verfügung. Dazu kommt der 18-jährige Luca Reggiani, der zuletzt schon aus der Jugend in den Kader der ersten Mannschaft rückte.
Auf der Pressekonferenz vor dem Playoff-Hinspiel im Signal-Iduna-Park (Dienstag, 21 Uhr, Amazon Prime) bezog Kovac Stellung zur personellen Situation in der Defensive - und wie er den Engpass lösen möchte.
Kovac mit Update zu Schlotterbeck & Süle
"Niki Süle hat eine Oberschenkelzerrung, deswegen haben wir ihn zu Halbzeit [gegen Mainz] auch rausgenommen. Schlotti hat muskuläre Probleme, wo wir kein Risiko eingehen wollen", erklärte Kovac zunächst zu den beiden neuen Verletzten. Süle dürfte damit nicht nur das Hinspiel gegen Atalanta verpassen, sondern auch mindestens noch das Bundesliga-Duell in Leipzig am kommenden Samstag.
Bei Schlotterbeck klingen Kovac' Worte eher danach, als ob er gegen Leipzig wieder mit dabei sein kann. Im Anschluss stehen mit dem Rückspiel in Bergamo und dem Heim-Klassiker gegen die Bayern entscheidende Duelle an.
Kovac nennt mögliche Abwehr-Lösungen
Doch wie sieht der Abwehr-Plan am Dienstagabend jetzt aus? "Das ist ja die Aufgabe eines Trainers, immer wieder Lösungen zu finden und kreativ zu sein", entgegnete Kovac zunächst auf entsprechende Nachfrage. "Wir haben schon in der Vergangenheit gezeigt, dass wir Lösungen gefunden haben", so der BVB-Coach weiter, der für die Dreierkette explizit Julian Ryerson nannte.
Der Norweger, eigentlich auf der Schiene zu Hause, hat im BVB-Trikot schon das ein oder andere Mal als Innenverteidiger agiert. Eine weitere Option sei auch Salih Özcan, der für die K.o.-Phase der Champions League nachnominiert wurde. Der defensive Mittelfeldspieler hat in der laufenden Saison aber noch gar keine Rolle gespielt und wäre sicher nur eine absolute Notlösung.
Darauf, ob er Youngster Reggiani bereits einen Einsatz auf der großen Champions-League-Bühne zutraut, wollte Kovac nicht eingehen. Die wahrscheinlichste Lösung bleibt ohnehin, dass neben Anton und Bensebaini Ryerson den rechten Part der Dreierkette bekleiden wird.
Ein Systemwechsel auf Viererkette sei auch noch eine Option, so Kovac weiter. Davon ausgehen, dass der BVB-Coach sein Erfolgssystem ändern wird, kann man aber nicht.
Die voraussichtliche BVB-Aufstellung gegen Atalanta
Kobel - Ryerson, Anton, Bensebaini - Couto, Sabitzer, Nmecha, Svensson - Brandt, Beier - Guirassy
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