Zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison hat Borussia Dortmund am vergangenen Samstag gegen einen Gegner verloren, der nicht FC Bayern heißt. Gegen Bayer 04 Leverkusen setzte es bereits die zweite Heimpleite 25/26. Schon im Pokal war Schwarzgelb der Werkself knapp unterlegen. Mit dem 0:1 endete auch eine Serie von saisonübergreifend 36 Heimspielen mit mindesten einem BVB-Treffer.
Sportlich relevante Auswirkungen hat die Pleite aber kaum. Die Borussen haben die Vizemeisterschaft längst zementiert. Acht Punkte Vorsprung auf Rang drei und vier sind es fünf Spieltage vor Schluss weiterhin.
Brisanter ist die Situation sportlich bei der TSG. Die nach vier Spielen ohne Sieg aus den Champions-League-Rängen gerutscht ist und nur noch auf Platz sechs steht.
Für den BVB geht es also zum einen darum, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Den meisten Fans dürfte es dabei auch gefallen, den Hoffenheimern mit Ex-Mäzen Dietmar Hopp in die Suppe spucken zu können. Zum anderen will man auch die vorzeitige Meisterschaft der Bayern schon am Wochenende verhindern. Dafür darf die Borussia kein schlechteres Ergebnis abliefern als der FCB einen Tag später gegen Stuttgart.
Verletzung für Adeyemi zur Unzeit
Nicht mithelfen können werden Kapitän Emre Can und Mittelfeld-Leader Felix Nmecha. Can fällt mit Kreuzbandriss noch lange aus, Nmecha laboriert an einem Außenbandriss im Knie. Kovac machte aber Hoffnung auf ein Comeback noch in dieser Saison. Dann könnte Nmecha auch noch auf den WM-Zug springen.
"Wir müssen da aufpassen, dass wir nicht zu früh einsteigen. Wir hoffen, dass er in dieser Saison noch spielen kann. Aber wir bleiben vorsichtig", erklärte Kovac zu Nmecha.
Kurzfristiger ist der Ausfall von Karim Adeyemi. BVB-Coach Niko Kovac verkündete auf der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag, dass der Angreifer muskuläre Probleme hat und deshalb gegen die TSG nicht zur Verfügung steht.
Der erneute Ausfall ist für Adeyemi richtig bitter. Schon gegen die Werkself hatte er aufgrund einer Gelbsperre passen müssen. Dem 24-Jährigen gehen bis Saisonende die Chancen aus, sich wieder mehr ins Rampenlicht spielen zu können. Beim BVB, für das DFB-Team mit Blick auf die WM und für lukrative Wechsel-Angebote im Sommer.
Nach Trainings-Abbruch: Guirassy ist fit
Yan Couto, den gegen Leverkusen ebenfalls muskuläre Probleme plagten, wird dagegen wieder im Kader stehen, wie Kovac bestätigte. Zur Verfügung steht auch Torjäger Serhou Guirassy, der am Dienstag das Training abbrechen musste, nachdem er von Nico Schlotterbeck einen Tritt auf den Knöchel abbekam. "Alles gut, er ist wohlauf. Er hat keine Probleme mit dem Sprunggelenk", versicherte Kovac.
Um Guirassy bleiben die Diskussionen groß. Der 30-Jährige soll mit einem Sommer-Wechsel liebäugeln. Seine Torausbeute in dieser Saison lässt zudem etwas zu wünschen übrig. Auch wenn 13 Tore in 28 Spielen sicher nicht schlecht sind.
"Er ist weiter unser bester Stürmer, wir leben von seinen Toren. Ich sehe aber auch, dass Fabio Silva gut performt. Er entwickelt sich gut, die Konkurrenz ist gewachsen", merkte Kovac an.
Mit fünf Toren in drei Spielen schien Guirassy Anfang Februar wieder zur gewohnten Tormaschine zu werden. Seither folgten aber in sieben Spielen nur zwei weitere Treffer.
Ein erfreuliches Update hatte Kovac derweil zu Abwehr-Youngser Filippo Mane parat, der "wieder im Training" sei. Der 21-jährige Italiener fehlte seit Anfang Februar wegen einer schweren Muskelverletzung.
Die voraussichtliche BVB-Startelf gegen Hoffenheim
Kobel - Anton, Schlotterbeck, Bensebaini - Ryerson, Bellingham, Svensson - Chukwuemeka, Sabitzer - Guirassy, Beier
