"Können wir nicht akzeptieren" - Satte Wagner-Watschn für den FCA sorgt für Aufsehen
Von Yannik Möller

Zuweilen hat sich der FC Augsburg bei der TSG Hoffenheim regelrecht vorspielen lassen. Während die Gastgeber viel Raum und Zeit hatten, um sehenswerte Stafetten auf den grünen Rasen zu zaubern, wirkten die Gäste fast schon abwesend und überrumpelt. Entsprechend verdient fiel auch das 3:0 für die TSG am Ende aus, die zur bereits achten Niederlage im zwölften Ligaspiel für den FCA und einer Ansage von Trainer Wagner führte.
Wagner spricht Klartext
Sandro Wagner, dem diese erschreckend schwache Leistung seiner Mannschaft ausgerechnet zu seinem Geburtstag dargeboten wurde, war nach dem Abpfiff spürbar tief enttäuscht und ernüchtert. "Wir haben die ersten fünf, sechs Minuten gut ins Spiel gefunden, dann 25 katastrophale Minuten gehabt, wo wir das ganze Spiel kaputt machen", musste er eine weitere schwache Anfangsphase seines Teams erklären (via kicker). Innerhalb dieser 25 Minuten sei das komplette Spiel schlichtweg "hergeschenkt" worden.
"Wenn wir als FCA über einen Großteil der ersten Halbzeit nicht so sehr wollen wie die TSG, das kann nicht sein. Das können wir nicht akzeptieren", kritisierte Wagner damit auch die Grundhaltung seiner Augsburger. Somit nahm er sich als Trainer wohl selbst auch ein bisschen aus der Schusslinie, immerhin stellte er die Basics in den Fokus - abseits jeglicher Taktikentscheidungen seinerseits. "Da müssen wir uns hinterfragen, das geht nicht. [...] Dann kommen wir auch nicht in einen Flow", führte der selbst längst angeschlagene Coach weiter aus.
Düstere Vorweihnachtszeit zeichnet sich für Augsburg ab
Lediglich zwei Pünktchen an Vorsprung hat Augsburg auf den Relegationsplatz, drei auf einen direkten Abstiegsplatz - was sich jeweils noch um einen Zähler reduzieren könnte, sollte Mainz 05 am Sonntagabend noch beim SC Freiburg gewinnen. Bislang hat der FCA das Glück, und anders kann man es wohl kaum beschreiben, dass mehrere Vereine noch schlechtere Ergebnisse eingefahren haben.
Die nächsten Wochen mitsamt der drei übrigen Spiele bis zur Winterpause dürften wegweisend für Augsburg und damit auch für Wagner sein. Allerdings warten mit Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und Werder Bremen drei Gegner, die allesamt in der oberen Tabellenhälfte stehen und damit klar als Favoriten einzuordnen sind. Sollte Wagner seine Mannschaft auch für diese Partien nicht so einstellen, dass wenigstens die üblichen FCA-Attribute wie Kampfgeist, Laufbereitschaft oder das schwierig zu bespielen sein sichtbar sind, wird es eine düstere Vorweihnachtszeit geben.
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